Neue Anteilseigner

Vapiano in Frankreich und Luxemburg verkauft

Schild über einer Vapiano-Filiale
Vapiano SE ist insolvent. Die Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg sind nun verkauft. (Foto: ©picture alliance/Goldmann)
Ein Bieterkonsortium rund um Ex-Vapiano-Vorstand Mario C. Bauer erwirbt Anteile an den Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg. Der Gesamtkaufpreis beträgt 22 Mio. Euro.
Mittwoch, 20.05.2020, 10:47 Uhr, Autor: Kristina Presser

Mario C. Bauer, ehemaliger CEO International Franchising der Vapiano Gruppe, übernimmt zusammen mit Investoren die Anteile von der insolventen Vapiano SE an 29 Restaurants in Frankreich und Luxemburg. Sie freuen sich auf eine langfristige Zusammenarbeit mit dem bisherigen Joint Venture Partner Salvatore Perri und seinem erfahrenen Team, heißt es in einem offiziellen Statement. „Salvatore und seine Organisation haben in den vergangenen Jahren Vapiano zu einer starken Marke in Frankreich und Luxemburg gemacht und sehen für die Zukunft großes Potenzial. Wir freuen uns darauf, mit ihm und seinem Team zusammenzuarbeiten“, erklärte Ex-Vapiano-Vorstand Bauer.

Nachdem die Restaurantkette am 20. März ihre Zahlungsunfähigkeit bekanntgegeben hatte, richtete das Unternehmen einen „dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise“. Diese blieben jedoch aus, weshalb Anfang April der Insolvenzantrag beim Amtsgericht Köln folgte. Nur wenig später traf die Pleite unter anderem auch die österreichische Vapiano-Tochter. Hier wurde jedoch bereits ein Käufer gefunden. Deutsche und internationale Franchisenehmer seien aber von der Insolvenz der Vapiano SE unmittelbar nicht betroffen. Zudem befänden sich die Vapiano-Tochtergesellschaften in Frankreich und Luxemburg nicht in einem Insolvenzverfahren, wie es in einer früheren Meldung hieß.

Lutz Scharpe, CFO Vapiano SE, gab in einer Unternehmensmitteilung bekannt, dass der Gesamtkaufpreis der französischen und luxemburgischen Anteile 22 Mio. Euro beträgt. Der Abschluss der Transaktion durch die Vapiano SE werde voraussichtlich im Juni 2020 erfolgen. Der Verkaufsprozess für das übrige weltweite Geschäft der Vapiano-Gruppe soll plangemäß bis Ende Mai 2020 abgeschlossen werden.
(DGAP/Lottmann Communications/KP)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Vapiano
Insolvenz
Insolvenz

Vapiano-Restaurant in Bielefeld ist insolvent

Die VAP Bielefeld GmbH, die als Franchisenehmer das Vapiano-Restaurant in Bielefeld betreibt, hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Bielefeld ordnete am 28. März 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung an.
Vapiano
Insolvenzverfahren
Insolvenzverfahren

Ex-Vorstand kauft auch Vapiano-Deutschland-Geschäft

Eine Investorengruppe um den ehemaligen Vapiano-Vorstand Mario C. Bauer will, nach Frankreich und Luxemburg, auch das Deutschland-Geschäft der insolventen Restaurantkette übernehmen. An der Vorgehensweise der letzten Jahre übt Bauer Kritik und hat große Pläne für die Zukunft.  
Vapiano-Schild
Wirtschaft
Wirtschaft

Vapiano soll verkauft werden

Erst vor kurzem hatte die Restaurantkette einen Insolvenzantrag gestellt, nun ist bereits vom Verkauf die Rede. Gespräche mit Investoren sollen bis Ende Mai 2020 laufen.
Taste Hotel Lampertheim
Insolvenz
Insolvenz

Insolvenzverfahren für Taste Hotel Lampertheim angeordnet

Für die Betreibergesellschaft des Taste Smart Hotel Lampertheim wurde eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Der Hotelbetrieb läuft nach Angaben des Insolvenzverwalters jedoch uneingeschränkt weiter.
Ein geschlossenes Hotel
Insolvenzen
Insolvenzen

Firmenpleiten auf Rekordhoch – Hotels besonders betroffen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland erreicht ein neues Hoch – besonders Hotels und Gastronomiebetriebe geraten zunehmend unter Druck. Was steckt hinter dem neuen Rekordmonat – und was können Betriebe tun?
IntercityHotel Herford
Insolvenz
Insolvenz

IntercityHotel Herford bekommt neuen Betreiber

Nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft ist die Zukunft des Hotels gesichert. Eine Nachfolgelösung ist gefunden: Eine neue Gesellschaft übernimmt den Betrieb und alle Mitarbeiter.
Hyperion Hotel in Leipzig
Hoffnung
Hoffnung

Revo-Insolvenz: Gute Chancen auf Rettung der meisten Hotels

Eine der größten Hotelbetreiber Europas hat im Januar Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Seither läuft die Suche nach Investoren – die Verantwortlichen vermelden erste Erfolge.
Michael Zeyer
Neustart
Neustart

Sternerestaurant „5“ startet nach Insolvenz neu durch

Nach dem Insolvenzantrag im Sommer 2025 ist dem Stuttgarter Sternerestaurant „5“ der Neustart gelungen. Ein internationaler Investor sichert den Fortbestand und setzt auf Weiterentwicklung.
Hilton Garden Inn Innsbruck
Restrukturierung
Restrukturierung

Revo: Insolvenzverfahren für 175 Hotels gestartet

Rund zweieinhalb Monate ist es her, dass die Revo Hospitality Group Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hat. Jetzt wurden die Verfahren für 175 Hotels eröffnet.