Coronakrise

Vapiano beantragt Staatshilfe

Die Gastronomie hat drastische Umsatzeinschnitte durch zahllose Restaurantschließungen in vielen Ländern zu verzeichnen. Das bekommt nun auch Vapiano zu spüren.

Dienstag, 17.03.2020, 08:27 Uhr, Autor: Kristina Presser
Vapiano-Leuchtschild

Vapiano beantragt finanzielle Unterstützung vom Staat. (Foto: © picture alliance/dpa/Uwe Zucchi)

Die Restaurantkette Vapiano ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. Bereits vor der Coronakrise war das Unternehmen finanziell angeschlagen, nun kommen die Lokalschließungen in vielen Ländern dazu. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es dazu am Montagabend: „Vapiano beabsichtigt daher, diese finanziellen Unterstützungen zu beantragen, in Deutschland zum Beispiel über die KfW.“ Darüber hinaus wolle man Kurzarbeit einführen sowie die Stundung von Steuerzahlungen beantragen.

Aktuell seien nahezu alle Restaurants der Kette in Österreich, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und den USA auf Anordnung der zuständigen Behörden bis auf weiteres geschlossen. „Das Unternehmen erwartet gleichartige Anordnungen auch von deutschen Behörden in Bezug auf viele Restaurants in Deutschland“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Für das erste Quartal 2020 erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent im Vergleich zum Jahresauftakt 2019. Damals hatte der Konzern den Erlös vor allem dank Übernahmen noch um 13 Prozent auf 98 Millionen Euro gesteigert. Wegen des geringeren Umsatzes werde das operative Ergebnis und der Gewinn im ersten und zweiten Quartal signifikant unter dem Vorjahreswert liegen.

Darüber hinaus führt die Corona-Krise zu einem zusätzlichen kurzfristigen Liquiditätsbedarf von mindestens 13,6 Millionen Euro – eine zusätzliche Belastung zu den ohnehin bereits fehlenden knapp elf Millionen Euro. Nicht enthalten sind darin die Auswirkungen der Schließungen von Restaurants in Frankreich sowie weiterer Schließungen, die seit dem 15. März verkündet wurden. Es wird daher ein weiterer Anstieg des Liquiditätsbedarfs erwartet. Diese Lücke hoffe man nun mit staatlichen Hilfsprogrammen zu schließen.
(dpa/KP)

 

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