Valentinstag 2025: So bucht Deutschland
Der Valentinstag zählt für viele Restaurants zu den emotionalsten, aber auch anspruchsvollsten Tagen im Jahr. Gäste erwarten nicht nur gutes Essen, sondern einen Abend, der stimmig abläuft – vom Empfang über das Timing bis zur Atmosphäre am Tisch. Gleichzeitig konzentriert sich die Nachfrage in kurzer Zeit auf wenige Dinner-Slots.
Eine Analyse rund um den Valentinstag 2025 zeigt, wie Gäste ihren Restaurantbesuch planen. Ausgewertet wurden insgesamt 68.749 Reservierungen in Deutschland.
Auffällig ist dabei nicht nur die Menge, sondern vor allem die Dynamik: Am Valentinstag steigt die Aktivität deutlich an – sowohl bei der Zahl der Reservierungen als auch bei den Restaurants, die an diesem Tag Buchungen annehmen. Der Abend gilt damit als gut planbar, erfordert jedoch eine saubere Vorbereitung, weil organisatorische Engpässe schnell sichtbar werden können.
Anstieg der Restaurantbuchungen am Valentinstag

Viele Reservierungen kommen erst kurz vor knapp
Obwohl der Valentinstag jedes Jahr fest im Kalender steht, erfolgen viele Buchungen sehr kurzfristig. Ein relevanter Anteil aller Reservierungen wird innerhalb der letzten Woche vor dem 14. Februar getätigt. Besonders auffällig: 13,4 % aller Reservierungen erfolgen am selben Tag.
Werden die Buchungen am Valentinstag selbst und am Tag davor zusammen betrachtet, liegt der Anteil bei 28,28 %. Damit entsteht mehr als jede vierte Reservierung in den letzten 48 Stunden. Für die operative Planung ist das ein wichtiger Hinweis, da sich die Auslastung in den letzten Tagen noch deutlich verändern kann – etwa durch Stornierungen oder kurzfristige Anpassungen.
Der Valentinstag ist ein klarer Paar-Abend
Der zentrale Unterschied zu vielen anderen umsatzstarken Tagen liegt am Valentinstag in der Gruppengröße. Während im Alltag eine breite Mischung aus Paaren, Familien, Freundesrunden und Business-Gruppen reserviert, dreht sich am 14. Februar fast alles um den Tisch für zwei.
In den ausgewerteten Daten entfallen 78,05 % aller Reservierungen auf Paare. Zum Vergleich: Im Jahresdurchschnitt liegt dieser Anteil bei 42,37 %. Der Valentinstag ist damit kein leicht verstärkter Paar-Abend, sondern ein Sonderfall, der das Tischmanagement deutlich verändert.
Online-Buchungen dominieren – Google als Schlüsselfaktor
Der Valentinstag ist auch ein digitaler Anlass. Viele Gäste suchen kurzfristig nach einem passenden Restaurant und möchten sofort buchen – ohne Umwege.
Die Daten zeigen: 87 % aller Reservierungen werden online vorgenommen, etwa über Website, Instagram, E-Mail oder andere digitale Wege. Besonders dominant ist Google: 44 % der Reservierungen laufen über „Reservation with Google“. Damit entsteht fast jede zweite Buchung direkt dort, wo viele Gäste starten – in der Suche oder in Google Maps.
Italienisch liegt vorn – Klassiker punkten am 14. Februar
Auch kulinarisch zeigt sich am Valentinstag ein klares Muster: Gäste suchen etwas, das sich nach Anlass anfühlt – ohne zu experimentell zu sein. Ganz vorne liegt dabei die italienische Küche mit deutlichem Abstand. Danach folgen deutsche und asiatische Küche, gefolgt von griechischen, mediterranen und japanischen Konzepten.
Insgesamt zeigt sich: Klassiker mit hoher emotionaler Erwartung schneiden stark ab. Italienisch steht dabei sinnbildlich für Valentinstag – unter anderem durch bekannte Favoriten und eine Atmosphäre, die viele Gäste mit einem besonderen Abend verbinden.
Top 5 der beliebtesten Küchen am Valentinstag

Statusverläufe: Bestätigt, storniert, erschienen
Hohe Nachfrage bedeutet nicht automatisch, dass jede Reservierung auch tatsächlich zum Besuch wird. Für die operative Planung ist es deshalb wichtig, nicht nur Reservierungszahlen zu betrachten, sondern auch Statusverläufe.
In den Daten zeigt sich folgende Verteilung:
- Bestätigte Reservierungen: 39,2 %
- Erschienen: 30,7 %
- Abgesagt vom Kunden: 16,1 %
- Abgelehnt vom Betreiber: 9,5 %
- Nicht erschienen: 1,3 %
Stornierungen werden in der Auswertung als normaler Teil der Realität beschrieben – häufig durch spontane Planänderungen, Doppelbuchungen oder den Versuch, kurzfristig noch einen Tisch zu bekommen.
Fazit: Was sich aus den Daten ableiten lässt
Valentinstag ist ein Abend, an dem sich Reservierungsverhalten und Erwartungen deutlich verändern. Die Analyse zeigt: Paare dominieren das Geschehen, viele Gäste buchen spät, und der Weg ins Restaurant beginnt fast immer online.
Zudem wird der Abend als Moment beschrieben, in dem Gäste besonders aufmerksam wahrnehmen, ob Abläufe stimmen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Auswertung:
- Valentinstag ist ein Peak-Abend mit hoher Nachfrage in kurzer Zeit
- Der Standard ist der Tisch für zwei
- Ein großer Teil der Reservierungen erfolgt sehr kurzfristig
- Digitale Reservierungskanäle sind entscheidend, Google spielt eine zentrale Rolle
- Stornos gehören zur Realität und sollten in der Planung berücksichtigt werden
Methodik
Für die Analyse wurden Reservierungsdaten rund um den Valentinstag 2025 in Deutschland ausgewertet. Betrachtet wurden 68.749 Reservierungen sowie unter anderem Buchungszeitpunkte, Gruppengrößen, Reservierungsstatus, Reservierungskanal und Küchenpräferenzen. Die Daten wurden aggregiert analysiert, um Trends im Reservierungs- und Nachfrageverhalten sichtbar zu machen.
(Dish/SAHO)