Subway baut seine Restaurants um
Subway will seine Restaurants in der EMEA-Region neu ausrichten. Mit dem Konzept „Blueprint“ präsentiert die Sandwich-Kette ein neues Restaurant- und Markenerlebnis, das nicht nur das Design, sondern auch Bestellwege, Tagesangebote und die Atmosphäre in den Filialen verändern soll.
Ab 1. Januar 2027 sollen alle neuen Subway-Restaurants und umgebauten Filialen in der Region nach dem neuen Konzept gestaltet werden. Erste Blueprint-Restaurants wurden bereits in den Niederlanden und Großbritannien eröffnet.
Vom Sandwich bis zum Restaurant
Individualisierung gehört seit jeher zum Geschäftsmodell von Subway: Gäste stellen ihre Sandwiches aus verschiedenen Zutaten nach ihren eigenen Vorlieben zusammen. Mit Blueprint soll dieses Prinzip nun auf das gesamte Restauranterlebnis übertragen werden.
Die neuen Filialen sollen moderner, wohnlicher und stärker digital vernetzt sein. Eine übersichtlichere Raumgestaltung und klarere Informationen sollen die Orientierung erleichtern. Gleichzeitig sollen die Abläufe für die sogenannten „Sandwich Artists“ einfacher werden.
Auch die Zutaten rücken stärker in den Mittelpunkt: Gemüse, Saucen und frisch gebackenes Brot sollen sichtbar im Restaurant präsentiert werden.
Bestellen, wie es zum Gast passt
Blueprint setzt zudem auf unterschiedliche Bestellwege. Gäste können weiterhin direkt am Counter bei einem Mitarbeiter bestellen. Alternativ stehen Selbstbedienungskioske zur Verfügung, an denen die komplette Speisekarte individuell zusammengestellt werden kann.
Über die Subway-App und Lieferdienste lässt sich das Essen zudem von unterwegs, zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus bestellen.
Ein Order-Ready-Screen soll fertige Bestellungen unmittelbar anzeigen. Eine separate Abholzone soll den Prozess zusätzlich beschleunigen.
Subway will mehr vom Tag
Eine der auffälligsten Veränderungen betrifft die unterschiedlichen Tageszeiten. Subway will seine Restaurants künftig stärker vom klassischen Mittagsgeschäft lösen und zusätzliche Besuchsanlässe schaffen.
Dazu gehört ein neues Frühstücks- und Kaffeeangebot. Der Kaffee wird laut Subway aus 100 Prozent Arabica-Bohnen zubereitet und soll individuell zusammengestellt werden können.
An stark frequentierten Standorten, etwa an Verkehrsknotenpunkten, soll außerdem „Grab & Go“ eingeführt werden. Dort stehen frisch im Restaurant zubereitete Speisen bereit, die ohne längere Wartezeit mitgenommen werden können.
Nach 18 Uhr wird es anders
Besonders ungewöhnlich ist das Konzept „Subway After Dark“, das derzeit in den Niederlanden getestet wird. Ab 18 Uhr verändert sich dabei die Atmosphäre im Restaurant: Die Beleuchtung wird gedimmt, eine eigene Abend-Playlist läuft und auch die Mitarbeiter treten in spezieller Kleidung auf.
Gleichzeitig wird die Speisekarte erweitert. Angeboten werden unter anderem Mac ’n’ Cheese, Footlong-Pizzen und Waffel-Pommes sowie Getränke und Desserts. Auch diese Gerichte werden auf Bestellung zubereitet.
Ob und wann „Subway After Dark“ in weiteren Märkten ausgerollt wird, soll von Standort und lokaler Nachfrage abhängen.
Expansion in der EMEA-Region geplant
Hinter dem neuen Konzept steht nicht zuletzt ein ambitionierter Expansionsplan. Subway will seine Präsenz in der EMEA-Region in den kommenden fünf Jahren nahezu verdoppeln. Dafür setzt das Unternehmen auf bestehende und neue Franchisepartner.
Begleitet wird der Roll-out von der neuen Markenplattform „Get Your Own Way“, mit der Subway die individuelle Zusammenstellung der Mahlzeiten stärker in den Mittelpunkt seiner Kommunikation stellen will.
Für die Gastronomie ist der Ansatz vor allem deshalb interessant, weil Subway damit versucht, aus dem klassischen Quick-Service-Restaurant ein flexibleres Konzept für unterschiedliche Tageszeiten und Nutzungssituationen zu machen. Frühstück, Take-away, digitales Bestellen und ein eigenes Abendangebot sollen dabei künftig unter einem gemeinsamen Restaurantkonzept zusammengeführt werden.
(Subway/KAGI)