Pleiten

Sternekoch insolvent! Semper Opernball in Gefahr?

Ostern dieses Jahres musste Sternekoch und Opernball-Bewirter Stefan Hermann das „Insolvenzverfahren in Eigenregie“ beantragen. Was bedeutet das für die 2.500 Ballgäste und Promis?

Donnerstag, 20.04.2017, 10:17 Uhr, Autor: Markus Jergler
Semperoper Dresden

Ist das Gala-Dinner des Semper Opernballs in Gefahr? (Foto: © pixabay)

Nun hängt es von Verwalter Bruno Kübler (72) ab, ob Sternekoch Stefan Hermann (46), der 2017 vom Restaurantführer „Gault & Millau“ zum Gastronom des Jahres gekürt wurde, neues Geld bekommt. Falls nicht, dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, dass Hermann am 13. Semper Opernball am 26. Januar 2018 für die Verköstigung sorgen wird. „Über das weitere Engagement beim Ball können wir noch nichts sagen“, teilte eine Sprecherin des Sternekochs gegenüber der BILD mit.

Laut Bild gibt es bereits einen Notfallplan, falls Hermann ausfallen sollte. Uwe Wiese (62), ebenfalls Gastronom und Besitzer des „Italienisches Dörfchen“ hat sich in früheren Jahren bereits bewiesen und sechsmal hintereinander die Gesellschaft des Dresdner Opernballs verköstigt. Er gilt in Dresden als Gastro-Urgestein, sein Nobel-Restaurant mit 800 Plätzen und 80 Angestellten befindet sich direkt neben der Semperoper am Theaterplatz.

„Bis sich Hermann in die Oper einpachtete, habe ich die ersten sechs Semper-Opernbälle bis 2011 völlig allein bewirtschaftet. 2009 karrten wir sogar fünf Zentner Hummer heran“, wird Wiese auf BILD Online zitiert. Aus dieser Zeit hat er auch heute noch alle Einsatzpläne für die Küchen, die Tonnen an Geschirr und Besteck sowie die von ihm für das größte Klassik Entertainment-Event Deutschlands angefertigten 200 Kellneruniformen stets griffbereit. „Ich brauche zwei Monate Vorbereitungszeit, plane warme Speisen von Tellern, kein Kalt-Menü aus dem Einweckglas“, so Wiese gegenüber der BILD.

Gäste des Semper-Opernballs zahlen für ein Ticket bis zu 2.360 Euro, Gala-Dinner inklusive. (BILD/MJ)

 

 

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