Restaurants bewegen mehr als Umsatz
Restaurants sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und zugleich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Das geht aus dem ersten deutschen Restaurant Impact Report 2026 von OpenTable hervor. Für die Untersuchung hat der Reservierungsanbieter die Bedeutung der Gastronomie für die lokale Wirtschaft, das Gemeinschaftsleben und das persönliche Wohlbefinden untersucht.
Demnach besucht rund ein Drittel der Befragten (33 %) mindestens einmal pro Woche ein Restaurant, eine Kneipe, eine Bar oder ein Café in der eigenen Umgebung. 99 Prozent halten diese Betriebe für unverzichtbar für ihre Gemeinschaft.
Auch die Entwicklung der Restaurantbesuche fällt positiv aus: Nach Angaben von OpenTable stieg die Zahl der Gäste, die über die Plattform reservierten und in deutschen Restaurants Platz nahmen, in den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 im Jahresvergleich um neun Prozent.
Restaurantbesuche lösen zusätzliche Ausgaben aus
Die wirtschaftliche Wirkung der Gastronomie reicht häufig über den Restaurantbesuch hinaus. Laut OpenTable geben 56 Prozent der befragten Gäste vor oder nach dem Essen auch bei anderen Betrieben in der Umgebung Geld aus – beispielsweise beim Einkaufen, im Kino oder in einer Bar. Im Durchschnitt belaufen sich diese zusätzlichen Ausgaben auf 119 Euro.
Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei jüngeren Gästen: 80 Prozent der Generation Z, die im Umfeld eines Restaurantbesuchs weitere Ausgaben tätigen, geben dabei durchschnittlich 150 Euro aus. Bei den Millennials sind es 64 Prozent mit zusätzlichen Ausgaben von durchschnittlich 122 Euro.
Auch die Beschäftigungswirkung ist erheblich. Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) beschäftigt das Gastgewerbe in Deutschland rund 2,2 Millionen Menschen. 83 Prozent der von OpenTable befragten Restaurantbetreiber bestätigen zudem, dass ihre Betriebe eine wichtige Rolle für die lokale Wirtschaft spielen.
Marilena Körner, Head of Policy and Communications beim Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), unterstreicht die Bedeutung der Branche: „Die Gastronomie schafft Arbeitsplätze, kurbelt die lokale Wirtschaft an und prägt das Gemeinschaftsleben und die Lebensqualität.“
Gastronomie stärkt Gemeinschaft und Wohlbefinden
Neben ihrer wirtschaftlichen Funktion erfüllen Restaurants auch eine wichtige soziale Aufgabe. 88 Prozent der befragten Gäste sind laut Report der Ansicht, dass lokale Restaurants, Kneipen und Cafés entscheidend zum Gemeinschaftsgefühl beitragen.
Für 40 Prozent sind diese Orte Gelegenheiten, Freundeskreis und Familie wiederzusehen. 30 Prozent verbinden Restaurantbesuche mit dem Feiern wichtiger persönlicher Ereignisse.
Auch das persönliche Wohlbefinden spielt eine Rolle: 85 Prozent der Befragten sagen, dass lokale Restaurantbesuche ihr persönliches und soziales Wohlbefinden steigern. Mehr als die Hälfte (58 %) würde nach eigenen Angaben wahrscheinlich gezielt einen Restaurantbesuch buchen, um die eigene Stimmung zu verbessern oder wieder Zeit mit anderen Menschen zu verbringen, wenn sie sich gestresst oder niedergeschlagen fühlt.
Thomas Bergmann, Director of Restaurant Sales & Services bei OpenTable Deutschland, sieht darin eine besondere Stärke der Gastronomie: Restaurantbesuche könnten Menschen in ein Stadtviertel bringen, zusätzliche Ausgaben bei umliegenden Betrieben auslösen und soziale Verbindungen schaffen.
Gutes Essen und freundlicher Service binden Gäste
Damit aus einem Besuch ein regelmäßiger Restaurantbesuch wird, zählen für die Gäste vor allem die Qualität des Angebots und die Gastfreundschaft. 72 Prozent nennen gutes Essen als einen Faktor, der ein Restaurant zum Favoriten macht. 70 Prozent legen Wert auf freundliches Personal.
Auch die persönliche Ansprache spielt eine wichtige Rolle. Laut der Befragung unter Beschäftigten in der Gastronomie kennen die Mitarbeiter in 70 Prozent der befragten Betriebe die üblichen Bestellungen ihrer Stammgäste. 61 Prozent begrüßen Stammgäste mit Namen.
Für Gastgeber bedeutet das: Neben der kulinarischen Qualität können persönliche Beziehungen und ein aufmerksamer Service entscheidend dazu beitragen, Gäste langfristig zu binden.
No-Shows bleiben eine Herausforderung für Restaurants
Gastfreundschaft beruht allerdings auf Gegenseitigkeit. Hinter einer Reservierung stehen betriebliche Planung und ein Tisch, der für einen Gast freigehalten wird. Bleibt dieser ohne Absage aus, kann das für den Betrieb wirtschaftliche Folgen haben.
78 Prozent der Befragten wissen laut OpenTable, dass sogenannte No-Shows Restaurants erheblich schaden können. Dennoch geben 26 Prozent an, im vergangenen Jahr mindestens einmal eine Reservierung nicht wahrgenommen zu haben, ohne abzusagen.
OpenTable appelliert deshalb an Gäste, Reservierungen bei geänderten Plänen rechtzeitig anzupassen oder zu stornieren. So könnten Restaurants frei werdende Tische anderen Gästen anbieten und ihre Kapazitäten besser nutzen. Der vollständige Restaurant Impact Report 2026 von OpenTable ist online abrufbar.
(OpenTable/KAGI)