Reformen

Österreich: Dobcak prophezeit „gewaltiges Wirtesterben“

Aufgrund der „brutalen“ Gebührenerhöhung für Außenbestuhlung im Zuge der Reform für Wintergastgärten blickt Wirte-Chef  Peter Dobcak der kommenden Saison äußerst skeptisch entgegen.

Dienstag, 07.03.2017, 11:39 Uhr, Autor: Markus Jergler
Tisch am Straßenrand

Wirtschaftskammer Spartenobmann Peter Dobcak prophezeit „gewaltiges Wirte-Sterben“ in Wien aufgrund der Gebührenerhöhung (Foto: © Nadmak / fotolia)

Anfang März starteten rund 2.500 gastronomische Unternehmen ihren Außenbetrieb. Dort konnten tausende Wiener Bürger sowie Touristen bereits die ersten Sonnenstrahlen genießen und etwas Frühlingsstimmung tanken. Allerdings ist die Laune definitiv ein Trugschluss, behauptet zumindest Wirtschaftskammer Spartenobmann Peter Dobcak. Laut ihm herrsche „blankes Entsetzen“ unter den Gastronomen wegen der „brutalen Gebührenerhöhung“. Im Rahmen der Reform der Wintergastgärten wurden die zu entrichtenden Abgaben der Restaurant- und Cafébetreiber teilweise um bis zu 1.000 Prozent erhöht. Zusätzlich wurden die Zonen, welche die Höhe der jeweiligen Abgabe festlegen geändert. Je nachdem in welcher Zone ein Betrieb liegt, fällt die Höhe des Abgabebetrages höher oder geringer aus.

So wurden beispielsweise die Praterstraße und die Taborstraße um eine Zone hochgestuft, wie das Portal Österreich.at berichtet. Dadurch koste der Quadratmeter nun nicht mehr nur einen Euro, sondern zehn! Für Dobcak ist klar, dass dies zu einem enormen Anstieg der Preise führen wird, denn sonst seien die Kosten nicht mehr zu decken. Entlassungen seien die Folge, „sonst droht ein gewaltiges Wirtesterben.“

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