Outdoor-Gastronomie

Neue Pläne für die Gastromeile am Donaukanal

Geht es nach der Stadt Wien sollen Lokale entlang des Donaukanals eine Frischzellen-Kur bekommen. Allerdings regt sich gegen manche geplanten Projekte noch Widerstand eines Alt-Pächters.

Dienstag, 12.03.2019, 09:12 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Gastro,eile am Wiener Donaukanal

Das Ufer des Donaukanals hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Gastro- und Partymeilen Wiens gemausert. (© WienTourismus/Christian Stemper)

Die Stadt Wien will am Donaukanal ein neues Gastro-Kapitel aufschlagen: „Das Ziel ist ein Mix aus moderner Gastronomie in verschiedenen Preisklassen und vielen konsumfreien Flächen. Wir wollen auch eine nachhaltige Reduktion der Hütten und Holzverschläge und einen hochwertigen Ganzjahresbetrieb am Donaukanal“, erklärte jüngst die zuständige Stadträtin Ulli Sima.

2017 wurden sechs Flächen neu ausgeschrieben. Eine Experten-Kommission hat die eingereichten Bewerbungsunterlagen bewertet und Empfehlungen unterbreitet. Im Herbst 2018 standen die neuen Projekte fest, die einen 10-Jahres-Vertrag ohne Möglichkeit der Unterverpachtung bekommen:

  • Der „Central Garden“, der Gemeinschaftsgarten am Wasser soll eine Neuauflage bekommen.
  • Ebenso bleibt die beliebte „Hafenkneipe“.
  • Auch der Tel Aviv Beach bleibt den Donaukanal-Fans diesen Sommer erhalten.

Räumungsklage in erster Instanz bewilligt
Wegen eines Rechtsstreits mit einem ehemaligen Pächter sind allerdings einige neue Projekte noch in der Warteschleife: Bei der Salztorbrücke steht eine Millionen-Investition für das Projekt einer „Vienna Waterfront“ an, allerdings läuft noch eine Räumungsklage um das Areal, die in erster Instanz von der Stadt gewonnen wurde. Donaukanal-Pionier Gerold Ecker hatte sowohl die Fläche vor dem Badeschiff wie auch das Areal zwischen Adria und Tel Aviv Beach seit Jahren gepachtet und will freiwillig nicht gehen. Ein weiteres Verfahren bremst den „Fräulein’S wunderbaren Sommergarten“ aus. Hier matcht man sich in zweiter Instanz vor Gericht um die Fläche vor dem Badeschiff – in erster Instanz hat sich die Stadt mit einer Räumungsklage durchgesetzt. Auch die Pläne für das „Glashaus NEU“ direkt bei der Salztorbrücke liegen wegen des Rechtsstreits auf Eis, sagte Umweltstadträtin Sima. Das Glashaus sei zwar nicht Teil der Ausschreibung gewesen, die Stadt will jedoch auch diesen Bereich neu vergeben und ein neues Gastronomieangebot schaffen. Und Sima gibt sich kämpferisch: „Wir werden nicht locker lassen, bis der unrechtmäßige Zustand beseitigt ist. Ich habe bereits bewiesen, dass ich einen langen Atem bei rechtlichen Auseinandersetzungen habe.“

 

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