Gastronomie & Hotellerie

Neue Branchenstudie zur aktuellen Lage im Gastgewerbe

Die Rezeption in einem Hotel
Eine aktuelle Umfrage des Dehoga beleuchtet die derzeitige Situation des deutschen Gastgewerbes. (© Chinnapong/stock.adobe.com)
Der Dehoga hat eine groß angelegte Umfrage zur aktuellen Situation des Gastgewerbes durchgeführt. Trotz weit verbreiteter Unsicherheiten werden die Novemberhilfen größtenteils als ausreichend angesehen.
Dienstag, 10.11.2020, 14:41 Uhr, Autor: Thomas Hack

An einer groß angelegten Umfrage des Dehoga Bundesverbandes zur wirtschaftlichen Lage im Gastgewerbe haben sich in der Zeit vom 2. bis 8. November 8.868 Betriebe beteiligt. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

16,5 Prozent der Betriebe melden Umsatzzuwächse

„Der neue Lockdown im November hat die Betriebe weiter verunsichert“, so zusammenfassend Dehoga-Bundesvorsitzender Guido Zöllick. Seit März habe die Branche aufgrund des Shutdowns im Frühjahr und nach dem Neustart mit Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen massive Umsatzverluste erleiden müssen. Auch für Oktober würden rund 83,5 Prozent der befragten Unternehmer beklagen, Umsatzrückgänge von durchschnittlich 46,1 Prozent gehabt zu haben. Gründe dafür wären insbesondere die Beherbergungsverbote und Sperrzeiten-Regelungen gewesen, die zu einer regelrechten Stornierungswelle von Übernachtungen und Veranstaltungen führten. Nur 16,5 Prozent der Betriebe beziehungsweise 1038 Betriebe meldeten Umsatzzuwächse von durchschnittlich 15,3 Prozent.

Fast 80 Prozent der Betriebe sehen die November-Hilfen als ausreichend an

Angesichts der dramatischen Lage bräuchten die Betriebe dringend die zugesagten Corona-Hilfen. 78,6 Prozent der Betriebe geben an, dass die Entschädigungszahlungen in der angedachten Größenordnung ausreichen, um den November zu überstehen. „Die Hilfen werden aber nur dann funktionieren, wenn sie jetzt schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden“, macht Zöllick deutlich. Die Ergebnisse zeigten jedoch auch, dass bei einem längeren Lockdown weitere Hilfen unverzichtbar wären. 84,7 Prozent der Betriebe geben an, dass die geplanten einmaligen Entschädigungen nicht für eine längere Schließung über den November hinaus ausreichten. (dehoga-mv.de/TH)

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