Gold, Silber und Bronze für Wiener Wirte

„Natürlich gut essen“ in Wien

Im Rahmen einer neuen Initiative der Stadt Wien werden Gastronomen ausgezeichnet, die bei ihrem Angebot Wert auf Nachhaltigkeit, Tierwohl und biologische Lebensmittel legen.

Mittwoch, 30.05.2018, 10:04 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Thomas Hruschka und Karin Büchl-Krammerstätter halten ein Schild hoch auf dem Natürlich gut essen by Oeko Business Wien steht

Thomas Hruschka, Leiter von OekoBusiness Wien und Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der MA 22, präsentieren das neue Gütesiegel „Natürlich gut essen“ in Wien“. (© OekoBusiness Wien/Frank Helmrich)

Die Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 startet die Förderung eines nachhaltigen Speise- und Getränkeangebots bei Wiener Wirten: Im Rahmen des Umweltserviceprogramms OekoBusiness Wien können ab nun lokale Gastronomen co-finanzierte Beratung und die Auszeichnung mit dem Gütesiegel „Natürlich gut essen“ in Gold, Silber und Bronze erhalten. Unter den Pionierbetrieben sind das Deli Bluem in der Josefstadt (Gold), Gustl kocht in Wien Landstraße (Gold) und die Luftburg der Kolarik Freizeitbetriebe im Prater (Bronze). Die Kontrolle erfolgt durch die Austria Biogarantie.

Seit längerem schon gibt es in den Programmen von OekoBusiness Wien Angebote für eine nachhaltigere Betriebsführung für Gastronomie- und Hotelleriebetriebe. Diese zielen vorrangig auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes, den Wasserverbrauch oder auch die Reduktion von Lebensmittelabfällen ab. „Mit ‚Natürlich gut essen‘ gehen wir nun einen Schritt weiter und zeichnen Betriebe aus, die auch ein besonderes Augenmerk auf den Produkteinkauf, die nachhaltige Qualität des kulinarischen Angebots und insbesondere auch auf das Tierwohl legen“, betont Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der MA 22. „Gleichzeitig wollen wir natürlich auch eine weitere Bewusstseinsbildung bei Konsumenten erreichen.“ Denn in den meisten Gastronomiebetrieben herrscht für die Gäste noch große Unklarheit, wie nachhaltig die Produkte, die serviert werden, tatsächlich sind: Ob sie beispielsweise ökologisch oder konventionell produziert wurden, aber auch ob die Speisen regional bzw. saisonal sind oder ob in den Produktionsbetrieben auf das Tierwohl geachtet wird.

Die wichtigsten Kriterien von „Natürlich gut essen“:

  • Bio gesamt: zumindest 30 % (Bronze: mind. 30 %, Silber: über 75 %, Gold: über 90 %)
  • Eier: jedenfalls Freilandhaltung (Gold: 100 % Bio)
  • Milchprodukte: mind. 4 Bio-Produkte (Gold: 100 % Bio)
  • Fleisch und Fisch: mind. 1 Sorte Bio (Gold: 100 % Bio), verpflichtende Herkunftsangabe
  • Palmöl: bei Margarine, Schokolade und Schokoladeaufstrichen aus RSPO/POIG zertifizierten, nachhaltigen, biologischen Quellen
  • Vegetarisches Angebot auf der Speisekarte

Weitere Informationen: www.oekobusiness.wien.at und http://unternehmen.oekobusiness.wien.at (CK)

 

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