Einkaufspolitik

Metro Deutschland verlässt Handelskooperation RTG Retail Trade Group

Metro Deutschland
Um seine Einkaufspolitik klarer auf den Bedarf des Großhandels auszurichten, tritt Metro Deutschland zum 31. Dezember 2023 aus der RTG Retail Trade Group aus. (Foto: © Björn Wylezich/stock.adobe.com)
Zum 31. Dezember 2023 tritt Metro Deutschland aus der Handelskooperation RTG Retail Trade Group aus. Damit will der Konzern die Großhandelstransformation im Rahmen der konzernweiten sCore-Strategie konsequent weiter umsetzen und seine Sortimente noch klarer auf den Bedarf eines (Lebensmittel-) Großhändlers ausrichten. 
Dienstag, 18.07.2023, 15:38 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

„Die Metro hat sich mit der sCore-Strategie unter anderem das Ziel gesetzt, sich noch klarer als Großhändler zu positionieren. Dazu zählen auch eine großhandelsentsprechende Sortimentsgestaltung sowie attraktive Preise. So richten wir unser Geschäft stärker auf den Bedarf unserer Großhandelskunden aus“, sagt Martin Schumacher, CEO Metro Deutschland. „Aus diesen Gründen passt die Zusammenarbeit mit einer sehr einzelhandelsorientierten Einkaufkooperation wie der RTG nicht mehr zu unserer strategischen Ausrichtung.“

Metro Deutschland verlässt die Handelskooperation, deren Mitglieder mehrheitlich dem Einzelhandel zugeordnet sind, um den Bedarf des Großhandels noch besser in die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Produzenten einbringen zu können. Dabei spielt die Weiterentwicklung großhandelsrelevanter Sortimente und Produkte eine bedeutende Rolle, die Metro zukünftig in direkter Zusammenarbeit mit Industrie und Lieferanten vorantreiben will. 

Das Geschäft noch besser an den Bedarf des Großhandels ausrichten

In der konzernweit implementierten sCore-Strategie ist die Großhandelstransformation eine elementare Säule. Das Geschäft wird noch stärker auf den Bedarf des Großhandels ausgerichtet, auf der Sortimentsebene ebenso wie beim Ausbau der FSD-Aktivitäten, der Salesforce oder der Digitalisierung. Dazu zählen großhandelsentsprechende Produkte und Gebinde ebenso wie attraktive Staffelpreise bzw. Mengenrabatte.

„Im Rahmen dieser Großhandelstransformation wollen wir kollaborativ mit unseren Partnern der Industrie unsere Produkt- und Serviceangebote weiterentwickeln und so noch besser auf den Bedarf des Großhandles anpassen“, sagt Matthias Dutschmann, Geschäftsführer Einkauf und Supply Chain bei Metro Deutschland. „Die RTG hat immer sehr vertrauensvoll und partnerschaftlich unsere Interessen gegenüber der Industrie vertreten. Nun ist es Zeit, uns enger mit der Industrie zu verknüpfen, um den Bedarf unserer gewerbetreibenden Kunden bestmöglich zu decken. Wir danken den vielen Akteuren der RTG für die bisherige konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Metro Deutschland wird die Lieferanten-Beziehungen, die bisher über die RTG koordiniert wurden, ab 2024 selbst weiterführen. Dabei greift Metro auf die jahrzehntelange und umfassende Erfahrung seiner Einkaufs-Teams zurück, die einen reibungslosen Übergang der Lieferantenkooperationen von der RTG zu Metro ermöglichen.

(Metro Deutschland/SAKL)

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