Personalabbau

Lieferdienst Gorillas baut Stellen ab

Der Lebensmittel-Lieferdienst Gorillas will sich fortan auf seine fünf strategischen Kernmärkte konzentrieren und sein Team entlang der strategischen Prioritäten neu ausrichten. In diesem Zusammenhang trennt sich das Unternehmen von rund 300 Mitarbeitern weltweit. Mit diesem Schritt will Gorillas sicherstellen, dass es seine Position sowohl finanziell als auch strategisch langfristig stärkt.

Dienstag, 24.05.2022, 12:19 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Lieferdienst Gorillas

Um seine Rentabilität langfristig zu stärken, will sich der Lieferdienst Gorillas von rund 300 Mitarbeitern trennen. (Foto © Gorillas)

Der Lebensmittel-Lieferdienst Gorillas will sich von der Hälfte seines Verwaltungsapparats trennen. Über alle Standorte hinweg sollen 300 von 600 dort beschäftigte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Eigenen Angaben zufolge will Gorillas mit diesem Schritt vor allem Kosten sparen, um langfristig profitabel zu werden. Rasantes Wachstum sei somit kein strategisches Ziel mehr. Fortan soll sich das Geschäft auf die fünf Kernmärkte Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und die USA konzentrieren. Bislang ist Gorillas darüber hinaus in Italien, Spanien, Dänemark und Belgien aktiv. Wie es auf diesen Märkte weiter geht, wird derzeit geprüft, hieß es.

Fahrer vom Stellenabbau nicht betroffen

Im Einklang mit der Konzentration auf die neuen Hauptprioritäten, auf die europäischen Kernmärkte und auf den Weg zur Rentabilität werden fast 300 Mitarbeiter der weltweiten Bürobelegschaft das Unternehmen verlassen. Der Personalabbau betrifft die weltweite Hauptverwaltung, wie das Berliner Start-up mitteilte. Die Fahrer, die sogenannten Rider, seien vom Stellenabbau nicht betroffen. In welchem Land die meisten Mitarbeiter gehen müssen, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Über Gorillas

Bei Gorillas können Kunden per App Supermarktprodukte bestellen. Das Unternehmen verspricht die Lieferung innerhalb von zehn Minuten. Dafür betreibt Gorillas ein dichtes Netz an Warenhäusern in den Städten, von denen aus die Produkte ausgeliefert werden.

Das Unternehmen ist seit seiner Gründung im Jahr 2020 immer wieder aufgrund von Konflikten mit seinen Fahrern in die Schlagzeilen geraten. Diese kritisierten vor allem die Arbeitsbedingungen und verliehen ihren Forderungen mit sogenannten wilden Streiks Nachdruck. Inzwischen haben die Rider einen eigenen Betriebsrat.

(dpa/SAKL)

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