Gastro-Hilfen

„Koalition lässt Hotelangestellte und Kellner links liegen“

Susanne Hennig-Wellsow, die Kandidatin für den Parteivorsitz der Linken, fordert die Einführung eines Mindestkurzarbeitergeldes von 1.200 Euro – unter anderem für die Mitarbeiter im Gastgewerbe.

Freitag, 05.02.2021, 09:55 Uhr, Autor: Thomas Hack
Susanne Hennig-Wellsow

Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke), kritisiert die unzureichenden Corona-Hilfen der Bundesregierung. (©picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bodo Schackow)

Neue Forderungen an die Bundesregierung: Die Kandidatin für den Parteivorsitz der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, verlangt vom Bund die Einführung eines Mindestkurzarbeitergeldes in Höhe von 1.200 Euro. Eine solche Regelung fehle bei den jüngsten Beschlüssen der Spitzen von CDU/CSU und SPD, ließ die Thüringer Partei- und Fraktionsvorsitzende dieser Tage dazu verlauten. Es gehe um die Unterstützung von Arbeitnehmern mit wenig Lohn durch eine Untergrenze beim Kurzarbeitergeld.

„Existenzsicherung der Einzelnen ist dringend angesagt“

Hennig-Wellsow mahnte an: „Statt hunderte Millionen Euro für Drohnen auszugeben, ist die Existenzsicherung der Einzelnen dringend angesagt.“ Hunderttausende Friseure, Hotelangestellte, Kellner, Verkäufer und andere Menschen, die coronabedingt nicht arbeiten könnten, lasse die große Koalition links liegen. Der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD hatte kürzlich neue Milliardenhilfen für Familien, Geringverdiener, Gastronomie, Unternehmen und Kultur beschlossen. Dazu gehört ein einmaliger Corona-Zuschuss von 150 Euro auch für erwachsene Grundsicherungsempfänger. (lth/TH)

 

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