Neuordnung

Kalles Markthalle wird umgebaut

Wintergarten im Kalle Neukölln
So soll es aussehen: Unter anderem wird der Wintergarten im Kalle Neukölln zum Lounge- und Aufenthaltsbereich von Kalles Markthalle. (Foto: © Kalle Neukölln/MREI GmbH)
Nachdem die Gastronomen seit Juli 2026 die Halle in Eigenregie weiterführen, beginnen jetzt Umbauarbeiten. Das Ziel: Mehr Atmosphäre und kürzere Wege in Kalles Markthalle und gleichzeitig mehr Besucherfrequenz durch neue Retailangebote.
Donnerstag, 03.09.2026, 15:42 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Bei Kalles Markthalle in Berlin-Neukölln steht der nächste Schritt nach der Insolvenz der bisherigen Betreibergesellschaft an: Seit dem 2. September 2026 laufen Umbauarbeiten in der Food Hall.

Die gastronomischen Angebote rund um das Atrium im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhauses sollen räumlich näher zusammenrücken. Der Wintergarten als Teil der Food Hall soll zum Lounge- und Aufenthaltsbereich für Gäste umgestaltet werden. Die große Mehrheit der Gastronomen bleibt an Bord. Gleichzeitig entstehen neue Flächen für den Einzelhandel.

Der Umbau soll noch dieses Jahr abgeschlossen sein. Kalles Markthalle bleibt während der Arbeiten geöffnet.

Gastronomen rücken mit ihren Stalls näher zusammen

Die Umgestaltung folgt auf eine turbulente Phase. Im Juli hatte die bisherige Betreibergesellschaft Kalle Halle GmbH Insolvenz angemeldet. Der Gebäudeeigentümer Maruhn Real Estate Investment (MREI) hatte das Vertragsverhältnis zuvor gekündigt. Die Food Hall blieb geöffnet, das Center Management übernahm zunächst die operative Koordination sowie Infrastruktur und Vermarktung.

Seit Anfang Juli führen die Gastronomen ihre jeweiligen Stände in Eigenregie. Die Betreiber des Kalle Neukölln kümmern sich weiterhin um Infrastruktur und Vermarktung.

Nach den ersten Wochen unter dieser Struktur zeigte sich nach Angaben des Eigentümers, der Maruhn Real Estate Investment (MREI), jedoch, dass die weitläufige Halle nicht überall die gewünschte Atmosphäre bot. Stände und Sitzbereiche lagen teilweise weit auseinander. Deshalb sollen Gastronomie und Gäste künftig räumlich näher zusammenrücken.

Das Atrium bleibt dabei das Zentrum der Food Hall. Hinzu kommt nun jedoch der Wintergarten als vollwertiger Teil der Food Hall. Er soll zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsflächen bieten, auf denen insgesamt knapp 850 Gäste Platz haben – fast 200 mehr als vorher. 

Gastrofläche und Wintergarten kommen zusammen auf über 2.000 Quadratmeter. Alle Veränderungen sind laut Eigentümer mit den Gastronomen abgestimmt. Sie ziehen innerhalb der Markthalle auf die neu zugeschnittenen Flächen.

Kalle Halle
Im Zuge des Umbaus sollen die gastronomischen Bereiche in Kalles Markthalle kompakter angeordnet werden. Die Visualisierung zeigt eine mögliche Gestaltung der Bar- und Aufenthaltsfläche. (Foto: © Kalle Neukölln/MREI GmbH)

Neue Retailfläche soll Frequenz erhöhen

Die durch die Neuordnung frei werdenden Flächen werden für zusätzlichen Einzelhandel genutzt. Aus bislang einer Retailfläche sollen zwei entstehen. Bis Ende des Jahres ist der Einzug eines weiteren Nahversorgers vorgesehen. Im Untergeschoss befindet sich bereits seit 2024 ein Edeka-Markt. 

Der Immobilienentwickler verfolgt damit nach eigenen Angaben das Ziel, zusätzliche Besucher in das Gebäude zu bringen und Synergien zwischen Einzelhandel, Gastronomie und weiteren Nutzungen zu schaffen.

Auch bestehende Veranstaltungsformate sollen fortgeführt werden. Dazu zählen unter anderem die Roller Disco, die Halloween-Party und das Chili-Fest am 12. und 13. Dezember. Ebenso gibt es auf der Fläche immer wieder Veranstaltungen von den anderen Mietern im Haus.

„Der neu gewonnene Wintergarten bietet eine tolle Aufenthaltsqualität bei Tageslicht und beeindruckender Architektur zwischen einer Hommage an altes Kaufhaus und Gründergarage mit Code University & Delta Founders Campus“, sagt Hans Stier, Partner des Immobilienentwicklers MREI. „Damit konzentrieren wir den Foodmarket und schaffen bessere Voraussetzungen für die Gastronomen, darunter echte Stars der Branche, etwa MOGG Pastrami, KOJI Handroll Sushi, MOIM Korean Chicken und Chens Handpulled Noodles. Gemeinsam wollen die Restaurants in der Markthalle Frequenz und Umsatz gegenüber dem Zustand vor Juli 2026 verdoppeln. Wir unterstützen sie dabei, dieses Ziel zu erreichen.“

(MREI GmbH/SAKL)

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