Hot Chilli: Mit der „Langen Tafel“ zu mehr Umsatz
Drei Jahre nach dem Start entwickelt das Hot Chilli in Steinebach am Wörthsee sein gastronomisches Konzept weiter. Das von Ayu Saraswati und Willy Müller geführte Restaurant in einem historischen Bahnhofsgebäude setzt dabei auf ein besonderes Veranstaltungsformat: Mit der „Langen Tafel“ wollen die Betreiber zusätzliche Besuchsanlässe schaffen und ihr balinesisches Küchenkonzept stärker positionieren. Die neue Saison startet am 1. November 2026.
Balinesische Küche statt austauschbarer Asia-Konzepte
Für die Betreiber ist ein eigenständiges Profil ein wichtiger Faktor, um sich im Wettbewerb zu behaupten. Statt auf verbreitete Angebote wie Sushi oder vietnamesische Küche zu setzen, konzentriert sich das Hot Chilli auf die kulinarischen Traditionen Balis.
Ayu Saraswati, die auf Bali geboren wurde, entwickelt gemeinsam mit Küchenchef Rendi Sutanto Gerichte, die traditionelle Aromen mit modernen asiatischen Einflüssen verbinden. Nach Angaben der Betreiber ist das Hot Chilli derzeit das einzige balinesische Restaurant in Bayern.
„Qualität ist die Grundlage, aber erst das besondere Erlebnis macht ein Restaurant unverwechselbar“, sagt Willy Müller. Mit der „Langen Tafel“ soll dieses Profil weiter geschärft werden.
Fünf Gänge, feste Reservierungen und gemeinsames Essen
Das Konzept der „Langen Tafel“ entstand bereits 2015 aus der Idee, sich beim Essen überraschen zu lassen, statt aus einer umfangreichen Speisekarte auszuwählen. Nun setzen Saraswati und Müller das Format an sechs Sonntagen zwischen November 2026 und April 2027 um.
Im Mittelpunkt steht ein Fünf-Gänge-Überraschungsmenü für 90 Euro pro Person, Getränke kommen hinzu. Die Gäste sitzen an zwei langen Tafeln, an denen das Essen gleichzeitig beginnt. Serviert wird im sogenannten Family Style: Die Gerichte kommen auf Platten und in Schalen auf den Tisch und werden gemeinsam geteilt. Eine Teilnahme ist nur mit verbindlicher Online-Reservierung möglich.
Für das Restaurant hat das Konzept auch betriebliche Vorteile. Durch die vorher feststehende Gästezahl und das einheitliche Menü lassen sich Einkauf, Wareneinsatz und Personaleinsatz besser planen als bei einem ausschließlich à la carte organisierten Abend. Zugleich bietet das festgelegte Menü eine andere Grundlage für die Kalkulation.
Bis zu 20 Prozent mehr Umsatz als Ziel
Die Veranstaltungsreihe soll nicht nur an den jeweiligen Abenden zusätzliche Erlöse bringen. Die Betreiber wollen damit auch Gäste erreichen, die das Restaurant bislang nicht kennen, und bestehende Kunden zu weiteren Besuchen motivieren.
Mittelfristig rechnen Saraswati und Müller mit einem möglichen Zuwachs von bis zu 20 Prozent bei Umsatz und Gästeaufkommen. Dabei handelt es sich um eine unternehmerische Zielsetzung, nicht um bereits erzielte Ergebnisse.
„Unser Ziel ist es, aus neugierigen Erstbesuchern begeisterte Stammgäste zu machen“, erklärt Müller. Entscheidend sei, immer wieder neue Gründe für einen Restaurantbesuch zu schaffen.
(Hot Chilli/KAGI)