Studie

Homeoffice senkt Bruttoinlandsprodukt

Der Homeoffice-Effekt könnte das Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung von PwC dieses Jahr um 15 Milliarden Euro senken. Die verringerte Ausgaben von Büroangestellten träfen vor allem die Gastronomie, den Einzelhandel sowie den Personennahverkehr.

Mittwoch, 26.05.2021, 11:11 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Wüfel mit Bruttoinlandsprodukt

Der Homeoffice-Effekt senkt Bruttoinlandsprodukt um 15 Milliarden Euro. (Foto: studio v-zwoelf/stock.adobe.com)

Die Homeoffice-Pflicht sorgt für leere Büros und senkt laut der Unternehmensberatung PwC das Bruttoinlandsprodukt 2021 um 15 Milliarden Euro. Davon besonders betroffen: Gastronomie, Einzelhandel und Personennahverkehr. Sie verlieren rund 5,7 Milliarden Euro Umsatz, da Mittagessen im Restaurant oder der Einkauf im Büroviertel entfallen. Hinzu kommen indirekte Effekte wie etwa der geringere Energieverbrauch von Gaststätten. Das führt PWC zufolge zu einem wirtschaftlichen Rückgang von 4,1 Milliarden Euro. Die verringerte Kaufkraft der Beschäftigten in den betroffenen Branchen schlägt zudem mit 5,1 Milliarden Euro zu Buche.

Keine Erholung vor 2022

Die Unternehmensberatung schätzt zudem, dass die Bruttowertschöpfung von Personenbeförderung, Tourismus, Reiseanbietern, Hotels und Gaststätten 2020 um ein Drittel gesunken und sich bis 2022 nicht erholen wird. Die Bruttowertschöpfung im stationären Einzelhandel dürfte nach einem Rückgang um 8,6 Prozent im Vorjahr dieses Jahr um 4 Prozent steigen. „Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Unterhaltungsbranche“, so die PwC-Analysten.

Flexible Arbeitszeitmodelle im Kommen

Künftig dürften flexible Arbeitsmodelle vorherrschen. „Es ist davon auszugehen, dass viele Unternehmen mit Blick auf den Wissenstransfer und Zusammenhalt der Belegschaft auf hybride Lösungen setzen werden. Dadurch können auch vom Bürobetrieb abhängige Branchen mittelfristig auf eine Erholung der Umsätze hoffen“, sagte PwC-Projektleiter Thorben Wegner.

(dpa/PWC/NZ)

 

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