Jubiläum

„Gupf-Gründer“ Migg Eberle feiert 85. Geburtstag

Mit Erfindergeist und harter Arbeit hat es Migg Eberle zum schweizweit bekannten Gastronomen gebracht. Am 27. September wird der Gründer des Spitzenlokals „Gasthaus zum Gupf“ 85 Jahre alt. An Ruhestand denkt der Jubilar allerdings noch lange nicht.

Freitag, 24.09.2021, 11:08 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Migg Eberle

Das neuste Projekt von Migg Eberle: Das Dorfhus Gupf in Rehetobel. (Foto: © Dorfhus Gupf)

Eberles Gabe stets Ideen und Visionen auf kreative Weise zu entwickeln und neue Wege zu beschreiten, wird ihm auch nach dem 85. Geburtstag nicht abgehen. Er denkt nicht daran, kürzer zu treten. Sein Erfolgsrezept erscheint simpel: Anpacken, anpacken, anpacken. Und das mit viel Ideenreichtum. „Von klein auf war ich es gewohnt, mitzuhelfen und Dinge in Angriff zu nehmen – egal, was es zu tun gab“, erzählt Migg Eberle.

Internationaler Unternehmer mit einfacher Herkunft

Eberle wuchs mit seinen Eltern auf einem Bauernhof in Rebstein im St. Galler Rheintal auf. Er hatte Stiefschwestern, die jedoch viel älter waren als er, sodass er sie nie richtig kennenlernen konnte. „Ich wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf, jedoch mit viel Freiheit und einem Zuhause mit offenen Türen für Gäste“, berichtet der Jubilar. Mit 16 spielte er Trompete in einer Tanz-Band und verdiente sich damit gutes Geld. Er erlernte den Beruf des Schreibmaschinen-Mechanikers. Musste diesen aber nach dem Tod des Vaters vorerst aufgeben, um den elterlichen Bauernhof zusammen mit seiner Mutter zu führen. Er war damals erst gut 20 Jahre alt. Später heiratete er seine erste Frau, Maria, die ihm fleißig zur Seite stand. Dieser Ehe entstammen seine beiden Kinder, Liliane und Reto. Mit seiner Frau gründete er nach harten Jahren der Arbeit die Firma SITAG, die sich zum führenden Entwickler, Produzenten und Händler für Bürostühle und -möbel entwickelte. Er expandierte nach Deutschland und Österreich und bereiste für seine Geschäfte ganz Europa. „Auch in Amerika versuchte ich mein Glück“, so Eberle, „und konnte für namhafte Unternehmen komplette Büroeinrichtungen umsetzen.“

Vom Neuling zum Experten im Gastrogewerbe

Im Zuge dieser Tätigkeit kaufte er im appenzellischen Rehetobel die Liegenschaft „Gupf“ und baute das abgebrannte „Gasthaus zum Gupf“ an einer etwas erhöhten Lage neu auf. In den Folgejahren puschte er es zu einem bekannten Gourmetrestaurant mit schweizweiter Ausstrahlung und vielen Auszeichnungen aus: 18 Punkte Gault Millau, 2 Sterne Michelin, Kunstauszeichnungen und schönster Weinkeller der Schweiz – dies ein Teil seiner erwähnenswerten Erfolge. In der Entwicklungsgeschichte der Weinkeller gilt er als ein Pionier der Gegenwart und ist weit über die Landesgrenze bekannt. „Der aussergewöhnliche Weinkeller beeindruckt nicht nur optisch, sondern ist mit seinen 30000 Flaschen schon beeindruckend“, schwärmt er.

Neustes Projekt: Dorfhus Gupf in Rehetobel

Nach dem Verkauf der SITAG entwickelte er eine Leidenschaft fürs Immobiliengeschäft. Mit einzigartigem Gespür, unglaublicher Hartnäckigkeit und speziellem Verhandlungsgeschick war er auch in diesem Genre rasch hineingewachsen und lebte dies mit viel Energie und Leidenschaft. „Meine Frau, Sila Zinsli Salis, unterstützt mich seit Jahren in allen Belangen und betreut mit mir die Geschäfte“, freut sich Eberle. Zusammen haben sie auch das vor etwas mehr als einem Jahr eröffnete Hotel und Restaurant „Dorfhus Gupf“ in Rehetobel gebaut, das sie nun gemeinsam auf Erfolgskurs führen. Das Haus bietet für den nahegelegenen Gasthaus zum Gupf die dringend nötigen zusätzlichen Übernachtungsmöglichkeiten an und ist kulinarisch ebenfalls eine feine Ergänzung.

(DORFHUS Gupf/NZ)

 

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