GIC eröffnet neuen Airline-Catering-Standort in München
Trotz eines schwierigen Marktumfelds wächst GIC International Catering weiter. Der auf Bordverpflegung spezialisierte Anbieter nimmt am 15. November 2026 einen neuen Standort in München in Betrieb. Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit internationalen Fluggesellschaften und baut seine Präsenz in China aus.
Neuer Catering-Standort am Flughafen München
Im CTPark München Nord entsteht eine zusätzliche Produktionsstätte mit rund 2.500 Quadratmetern Fläche. Nach Angaben des Unternehmens soll die Produktion noch im November mit einem Team von 80 Mitarbeitern anlaufen. Die Kapazität liegt bei bis zu 20.000 Mahlzeiten täglich.
Der neue Standort ergänzt die bestehende Produktion in Frankfurt am Main. Damit kann GIC Airlines künftig an beiden großen deutschen Drehkreuzen mit Bordverpflegung beliefern. Das Unternehmen sieht darin vor allem Vorteile bei Flexibilität und Wachstumsmöglichkeiten.
„Die Expansion in München ist für uns ein wichtiger Meilenstein“, erklärt Geschäftsführer Göksel Yildirim. Der zusätzliche Standort schaffe die Voraussetzungen, um das Geschäft weiter auszubauen.
Auch weitere Standorte sind denkbar: GIC verfügt bereits über eine Lizenz für Düsseldorf und beobachtet nach eigenen Angaben die Entwicklungen am Flughafen Berlin Brandenburg.
GIC baut Geschäft mit chinesischen Airlines aus
Neben dem Ausbau in Deutschland setzt das Unternehmen auf den chinesischen Markt. 2026 hat GIC dort ein eigenes Büro eröffnet, das eng mit der Fluggesellschaft Air China zusammenarbeitet. Seit dem Frühjahr verantwortet der Caterer die Verpflegung auf Flügen von Frankfurt nach Peking-Daxing.
Auch die Zusammenarbeit mit China Eastern Airlines wurde aufgenommen. Die Fluggesellschaft bezieht seit Juni 2026 Bordverpflegung von GIC. Im Mittelpunkt stehen dabei die Anforderungen der Airlines an Qualität und authentische kulinarische Angebote.
Air Astana und Ethiopian Airlines verlängern Verträge
Auch bestehende Kundenbeziehungen entwickeln sich positiv. Die Verträge mit Air Astana und Ethiopian Airlines wurden jeweils um drei Jahre verlängert. Mit Lufthansa Cargo hat GIC die Zusammenarbeit ebenfalls ausgebaut: Das Unternehmen verantwortet das À-la-carte-Angebot für Cockpit-Besatzungen auf Langstreckenflügen ab Frankfurt.
Zu den langjährigen Kunden zählt außerdem Air India. Die Vertragsverlängerungen und die zusätzlichen Aufträge sollen zur weiteren Stabilisierung des Geschäfts beitragen.
Belegschaft wächst auf 270 Mitarbeiter
Mit der Expansion hat GIC auch seine Personalstruktur ausgebaut. Waren Ende 2025 noch 140 Mitarbeiter beschäftigt, sind es inzwischen nach Unternehmensangaben 270. Ein neu eingeführtes Onboarding-Programm soll sicherstellen, dass neue Teammitglieder auf ihre Aufgaben vorbereitet werden und die Qualitätsstandards des Unternehmens kennen.
Zudem hat GIC die Zertifizierung nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement erneuert. Erstmals erhielt das Unternehmen auch die Zertifizierung nach ISO 22301 für Business Continuity Management, also die Aufrechterhaltung kritischer Geschäftsprozesse bei Störungen oder Krisen.
Parallel investiert der Caterer in seine Logistik. Sieben neue Catering-Trucks mit Technik von Doll und Miles wurden in Betrieb genommen.
Weitere Expansion mit Augenmaß geplant
Trotz der positiven Geschäftsentwicklung sieht sich GIC mit Herausforderungen konfrontiert. Geschäftsführer Yildirim verweist insbesondere auf die geopolitische Lage, die Situation im Nahen Osten sowie gestiegene Energie- und Treibstoffkosten, die den Luftverkehr und damit auch das Airline-Catering belasten.
Für 2027 sieht das Unternehmen dennoch weitere Wachstumsmöglichkeiten. Neue Investitionen sollen allerdings nicht um jeden Preis erfolgen. Stattdessen will GIC zunächst die Abläufe am Münchner Standort etablieren und die Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Airline-Kunden weiterentwickeln.
(GIC International Catering/KAGI)