Insolvenzen

Gastronomen schlittern überdurchschnittlich oft in die Pleite

Die Selbständigkeit ist im Gastgewerbe ein hartes Geschäft. Bei den Insolvenzen in Deutschland waren im Jahr 2016 Gastronomen überdurchschnittlich oft vertreten.

Dienstag, 06.12.2016, 11:09 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Leere Weinflasche und leeres Weinglas

© Manuel Adorf / Fotolia

Die Schäden durch Insolvenzen in Deutschland steigen trotz sinkender Fallzahlen deutlich. 2016 gab es 22.200 Pleiten – 4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dass die Schäden dennoch steigen, liegt daran, dass vermehrt wirtschaftlich bedeutende Unternehmen pleite gehen. Für 2017 rechnet der Kreditversicherer Euler Hermes in Deutschland mit stagnierenden Fallzahlen und weiterhin höheren Schäden. Die weltweiten Insolvenzen bestätigen diese Tendenz der steigenden Schäden ebenfalls.

Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichtet: „Die Schäden durch Unternehmensinsolvenzen sind 2016 in die Höhe geschnellt. In den zwölf Monaten bis August 2016 lagen diese mit 26 Milliarden Euro ganze 48% höher als noch 12 Monate zuvor. Das sind durchschnittlich 1,2 Millionen pro Insolvenz.“

Was zeigt der Blick des Versicherers auf die Branchen und insbesondere auf die Gastronomie? Überdurchschnittlich hoch ist die Insolvenzrate nicht nur in der Gastronomie, sondern unter anderem auch im Finanzdienstleistungssektor, in der Transportbranche, in der Baubranche und im produzierenden Gewerbe (Euler Hermes/ph).

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