Entscheidung über Nachtgastronomie am 15. Juli

Dürfen Clubs und Discos ab 1. August wieder aufsperren?

Derzeit laufen Gespräche zwischen Branchenvertretern und dem Gesundheits- sowie Tourismusministerium in Österreich. Die Politik gibt sich allerdings noch abwartend.

Montag, 06.07.2020, 10:44 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Leere Disco-Tanzfläche

In der Nachtgastronomie hofft man, dass in den Betrieben Anfang August endlich die Lichter wieder angehen können. (© Laura Сrazy – stock.adobe.com)

In Österreichs Nachtgastronomie gärt es. Noch immer sind die großen Clubs und Discos geschlossen, noch immer gibt es keine konkreten Pläne, wann und unter welchen Auflagen man wieder aufsperren darf. Doch jetzt ist erstmals ein konkretes Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Denn derzeit laufen Gespräche zwischen dem Sprecher des Verbandes der österreichischen Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, sowie Vetretern von Tourismus- und Gesundheitsministerien. Laut Ratzenberger jedenfalls sieht der Plan derzeit so aus, dass Nachtlokale ab 1. August wieder mit maximal 60 Prozent der zugelassenen Personen bzw. maximal 200 Personen bis 4 Uhr früh offenhalten können. Ab Mitte August sollen die Lokale dann bis zu 750 Leute bewirten dürfen und auch die Sperrstunde soll spätestens im September wieder bei 6 Uhr liegen. Die endgültige Entscheidung darüber soll abhängig von der epidemiologische Situation am 15. Juli fallen.

Auf freiwilliger Basis sollen Lokalbesucher anonyme E-Mail-Adressen angeben können, damit man sie über einen Infektionsverdacht verständigen kann. „Wenn eine Gruppe von fünf, sechs Leuten kommt, reicht es, wenn einer sich einträgt, der würde ja die anderen auch informieren“, erklärte Ratzenberger gegenüber der APA.

Überdies fordert Ratzenberger einen Fixkostenzuschuss für betroffene Betriebe. Die Nachtgastronomie sei seit der ersten Märzwoche geschlossen, man fordere daher rückwirkend für vier Monate einen 100-prozentigen Ersatz der Fixkosten. „Der Fixkostenersatz muss kommen, weil wir sonst lauter verschleppte Insolvenzen haben“, warnte Ratzenberger.

 

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