Corona

Droht ein Club-Sterben in Hessen?

Der Dehoga-Hauptgeschäftsführer des Landesverbands fordert eine schnelle Lösung für Clubs und Diskotheken, die bereits seit Monaten geschlossen sind. Es brauche „eine Perspektive“, abseits der „‚No-Risk‘-Politik“.

Montag, 14.09.2020, 09:04 Uhr, Autor: Kristina Presser
Junge Leute feiern ausgelassen mit Alkohol i einem Club/einer Diskothek

Noch immer sind Clubs und Diskotheken corona-bedingt geschlossen – tausende Existenzen stehen auf dem Spiel. (Foto: ©Astarot/stock.adobe.com)

Noch immer sind Clubs und Diskotheken corona-bedingt geschlossen – eine existenzielle Bedrohung für tausende Betriebe. Julius Wagner, Hauptgeschäftsführer Dehoga Hessen, mahnt nun vor einem Club-Sterben. Kurzarbeitergeld, Corona-Soforthilfen und die Überbrückungshilfen seien zwar wichtige Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen. „Allerdings können sie allein nicht das ersetzen, was tatsächlich die Zukunft von Clubs und Diskotheken bestimmt: eine Perspektive“, sagte Wagner und fordert eine Lösung für die Branche.

Einige Clubs versuchten, sich mit Barbetrieb über Wasser zu halten, um zumindest am Markt präsent zu sein und „dem Mindestbedürfnis ihrer Stammgäste“ zu entsprechen. Damit ließen sich aber keine tragenden Umsätze generieren. Auch angesichts einer zunehmenden Zahl illegaler Partys seien Lösungen nötig. Die Wirte der Clubs als Profis seien in der Lage, aufwendige Hygienekonzepte, Einlasskontrollen und Luftreinigungssysteme umzusetzen. „All das fehlt bei illegal stattfindenden Partys vollkommen“, erklärt Wagner.

Es gelte deshalb, verantwortungsvoll „in allen Richtungen über Öffnungsperspektiven“ zu sprechen und sich dabei „von einer totalen ‚No-Risk‘-Politik ein Stück weit“ zu verabschieden. Es gebe Konzepte wie auch für Fußballstadien, Theater und Co., um schrittweise und mit größtmöglicher Sorgfalt die Risiken zu minimieren und die ersten Schritte in Richtung Wiedereröffnung zu wagen.
(dpa/lhe/KP)

 

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