Wachstum

Domino’s Pizza auf Expansionskurs

Im Rahmen ihres Jahresberichts Juli 2021 bis Juni 2022 hat die Schnellrestaurantkette Domino’s Pizza Enterprises neue Akquisitionen bekannt gegeben. Bis 2030 sollen dabei 3.050 neue Stores in Europa eröffnet werden.

Freitag, 26.08.2022, 10:44 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Domino's Store

Domino’s Pizza Enterprises plant Vergrößerung seines Store-Netzes in Europa auf 3.050 Stores bis zum Jahr 2030. (Foto: © JHVEPhoto/stock.adobe.com)

Die Domino’s Pizza Enterprises Limited, der Mutterkonzern von Domino’s Pizza Deutschland, hat gestern die Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Im Laufe des Geschäftsjahres konnte die Pizzakette die umfangreichste Expansion durch neue Stores in der Unternehmensgeschichte erzielen. Domino’s eröffnete 294 neue Stores, das entspricht mehr als fünf zusätzlichen Stores pro Woche.

Mit der Ergänzung von 156 Stores im zehnten übernommenen Markt Taiwan vergrößerte Domino’s seine multinationale Präsenz im Geschäftsjahr 2022 um insgesamt 450 neue Stores (+15,3 %).

Im laufenden Jahr erwartet Domino’s eine noch umfangreichere Expansion. Das Unternehmen gab auch die Akquisition von drei neuen Märkten in Asien bekannt (Malaysia, Singapur und Kambodscha) und bestätigte seine Absicht, im Geschäftsjahr 2023 einen Zuwachs an Stores um 9 bis 12% zu erzielen.

Europa

Infolge der Corona-Pandemie verzeichnete Domino’s ein erhebliches Umsatzwachstum, wobei sich in den meisten Märkten eine Verschiebung hin zu Essenslieferungen ergab. Das EBIT vor Corona liegt nun 14,1 Mio. $ höher (+21,8 %), allerdings 9,7 Mio. $ niedriger als im Vorjahr (-11,0 %); die Hauptursache hierfür waren die zusätzlichen Investitionen in den Neuaufbau des operativen Geschäfts in Dänemark.

André Ten Wolde, CEO von DPE Europa, meint hierzu: „Nach Covid-19 stehen wir jetzt neuen Herausforderungen gegenüber, etwa der hohen Inflation und dem Personalmangel. Insbesondere für Europa gibt es hier keine Standardlösung. Wir mussten manche unserer Preise etwas anheben und werden dies wohl auch weiterhin tun müssen – wie derzeit alle Unternehmen. Zugleich wollen wir unseren Kunden eine größere Auswahl und zusätzlichen Mehrwert anbieten. Domino’s liefert heißes, frisch zubereitetes Essen – schnell und zu einem günstigen Preis. Zugleich schützen wir unsere Franchisepartner durch höhere Umsätze und Margen, um die Inflation zumindest etwas auszugleichen.“

Lieferungen sollen bis 2026 um 45 % zunehmen

Die Lieferung von Speisen ist das wachstumsintensivste Segment in der globalen Schnellrestaurant-Branche. Unabhängigen Prognosen zufolge ist bis 2026 ein Wachstum des Liefermarktes um mehr als 45 % zu erwarten. André Ten Wolde fährt fort:

„In den kommenden Jahren planen wir die Vergrößerung unseres Store-Netzes in Europa auf 3.050 Stores bis zum Jahr 2030. Das wird uns noch näher an unsere Kunden heranbringen und die Kundenzufriedenheit weiter steigern, weil wir nicht nur schneller frisch zubereitetes Essen liefern, sondern dies auch auf nachhaltige Weise tun können. Um dieses zusätzliche Wachstum verwirklichen zu können, brauchen wir aber gute Leute. Mit unserem Schulungs- und Entwicklungsprogramm ‚Path to Excellence‘ helfen wir Team-Mitgliedern von dem Moment an, in dem sie als Store-Mitarbeiter oder Fahrer bei uns anfangen, sich weiterzuentwickeln und eines Tages vielleicht selbst Franchisepartner mit einem oder mehreren Stores zu werden.“

Meilenstein für Deutschland und erneuter Eröffnungsrekord

Für Domino’s Pizza Deutschland war das vergangene Geschäftsjahr ein besonders ereignisreiches. Der Eröffnungsrekord aus dem Vorjahr wurde mit 46 neuen Stores einmal mehr übertroffen, darunter auch die Eröffnung des 400. Stores in Deutschland. Domino’s hat es durch die Optimierung von Liefergebieten und Prozessen erfolgreich geschafft, seine Position als effizientester Lieferservice in Deutschland zu sichern.

„Wir sind stolz, gerade in diesen herausfordernden Zeiten unser Wachstum und damit unsere Position als Marktführer in Deutschland weiter auszubauen. Durch neue Technologien, wie die Verbesserung unserer Domino’s App und Bestellwebsite oder den Lieferroboter-Testlauf mit KI-Spezialist Teraki in Berlin, bereiten wir uns schon jetzt auf den Markt der Zukunft vor“, sagt Stoffel Thijs, CEO Domino’s Pizza Deutschland.

Als erste Schnellrestaurantkette in Deutschland führte Domino’s im Frühjahr 2022 den Nutri-Score auf der Website ein, ein fünfstufiges Ampelsystem von A bis E, das es den Kunden erleichtern soll, sich bewusster für bestimmte Produkte zu entscheiden. Damit setzt Domino’s seinen Weg in Richtung Transparenz und Qualitätsverpflichtung fort.

Darüber hinaus hat DPE Europe im Mai das Domino’s Pork Commitment initiiert. Mit der Einführung höherer Tierschutzstandards für Schweine und Sauen setzt sich Domino’s erneut für bessere Tierschutzstandards bei allen Fleisch- und Fischzutaten ein, die der Weltmarktführer im Pizzaliefergeschäft auf seiner Speisekarte führt.

Für mehr Nachhaltigkeit

Domino’s hat nicht nur ambitionierte Wachstumsziele, sondern möchte auch eine nachhaltige Schnellrestaurantkette sein. Im vergangenen Jahr wurde das erste Baseline-Assessment des ökologischen Fußabdrucks von Domino’s durchgeführt – Ziel ist der emissionsfreie Betrieb ab dem Jahr 2050.

Wie Marika Stegmeijer, Chief ESG Officer des Unternehmens, berichtet, befindet sich der größte ökologische Fußabdruck bei Domino’s im Emissionsbereich „Scope 3“, d.h. außerhalb der direkten Kontrolle bzw. Eigentümerschaft des Unternehmens, jedoch innerhalb des indirekten Wirkungskreises von Domino’s.

Marika Stegmeijer weiter: Die größten Auswirkungen auf die Umwelt gehen von unserer Wertschöpfungskette aus; diese Emissionen können wir nicht direkt beeinflussen. Trotzdem müssen wir uns hierauf fokussieren, wenn wir einen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad leisten wollen. Das wissen wir, und wir wollen gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern an der Reduzierung unserer Emissionen in unserer Wertschöpfungskette weiterarbeiten (unser Wirkungsbereich „Scope 3“ ist ihr „Scope 1″, d.h. untersteht ihrem direkten Einfluss).“

(ots/SAKL)

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