Bund-Länder-Beschlüsse

Das Weihnachtsgeschäft ist gefährdet

Die neuen, schärferen Corona-Maßnahmen verhageln der Gastronomie das Weihnachtsgeschäft. In Thüringen und Niedersachsen kommt es aktuell bereits zu zahlreichen Stornierungen.

Montag, 22.11.2021, 09:30 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Tisch, feierlich für eine Weihnachtsfeier eingedeckt

Wieder keine Weihnachtsfeier? Gastronomen in unterschiedlichen Bundesländern beklagen bereits jetzt eine Stornierungswelle. (Foto: © Alexander Raths – stock.adobe.com)

Vielerorts werden coronabedingt Weihnachtsfeiern abgesagt. In 94,4 Prozent der Thüringer Betriebe gingen laut einer Umfrage des Dehoga in Thüringen zuletzt Absagen von Weihnachtsfeiern ein. 91,6 Prozent der befragten Betriebe beklagten zudem coronabedingte Stornierungen von Veranstaltungen und Tagungen. Nur in 6,2 Prozent der Restaurants, Bars und Hotels im Freistaat blieben die Reservierungsbücher der Dehoga-Umfrage zufolge bisher unberührt. Gefragt nach den Gründen für die Stornierungen gaben die Häuser dem Thüringer Dehoga-Geschäftsführer Dirk Ellinger zufolge vor allem die Infektionslage und die neu eingeführten, in ganz Thüringen geltenden 2G-Regelungen an. Diese pulverisiere das Weihnachtsgeschäft. „Bei mir laufen seit Tagen die Telefone heiß – sehr heiß“, sagte Ellinger.

Gastronomen befürchten „Genickbruch“

Auch Niedersachsens Gastgewerbe spürt die Auswirkungen der neuen Regeln. Nach Einschätzung des Dehoga in Niedersachsen könnten die absehbaren Geschäftseinbußen die ohnehin schwierige Situation für Lokale und Restaurants verschärfen. Etwa jede dritte vorgesehene Weihnachtsfeier sei bereits ins Wasser gefallen, viele Gastronomen befürchteten einen „Genickbruch“, berichtete der NDR am Montag. Die Sorgen in der Branche seien groß. Mehr als ein Fünftel des üblichen Umsatzes zum Jahresausklang fehle schon. Gastwirte hofften darauf, dass es zumindest kleine, private Feiern geben könne.

(dpa/NZ)

 

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