Bistronomie

Atelier Sanssouci setzt auf neues Kulinarik-Konzept

Innenraum des Restaurants Atelier Sanssouci in der Villa Sorgenfrei in Radebeul
Das Atelier Sanssouci in der Villa Sorgenfrei richtet sein kulinarisches Konzept neu aus und setzt künftig stärker auf à la Carte Gerichte. (Foto: © Anke Wolten-Thom)
Das Restaurant in der Villa Sorgenfrei richtet sein gastronomisches Angebot neu aus. Statt eines starren Menüformats stehen künftig mehr à-la-carte-Gerichte und individuelle Wahlmöglichkeiten im Mittelpunkt.
Freitag, 05.06.2026, 11:10 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Atelier Sanssouci in der Villa Sorgenfrei hat sein kulinarisches Konzept neu aufgestellt. Das Restaurant in Radebeul verabschiedet sich von seinem starren Menüangebot und öffnet sich künftig einem flexibleren Bistronomie-Ansatz mit vielen à-la-carte-Gerichten.

Ziel der Neuausrichtung ist es, Gästen mehr individuelle Auswahlmöglichkeiten und kulinarische Freiheit zu bieten, ohne auf Qualität und handwerklichen Anspruch zu verzichten.

Stefan Hermann prägt die kulinarische Linie stärker

Im Zuge der Neuausrichtung engagiert sich Gastronom und Unternehmer Stefan Hermann ab sofort wieder verstärkt konzeptionell im Atelier Sanssouci. Als Patron des Hauses prägt er die kulinarische Linie des Restaurants künftig noch deutlicher.

Gemeinsam mit dem Küchenteam unter der Leitung von Joe Andrich setzt Hermann die neue Philosophie vor Ort um. Die Speisekarte umfasst ab sofort acht Vorspeisen, sechs Hauptgänge, zwei Desserts sowie einen Käsegang.

Klassisch-französische Küche bleibt Grundlage

Die Gerichte sollen klar französisch inspiriert und handwerklich präzise zubereitet werden. Grundlage ist weiterhin die klassisch-französische Küche mit ihrer Betonung auf Produktqualität, Fonds, Saucen und technischer Genauigkeit, wie sie auch der bisherigen Michelin-Auszeichnung des Restaurants zugrunde lag. Diese kulinarische Linie wollen Hermann und Andrich weiterführen, setzen dabei aber zugleich zeitgemäße Akzente.

Auf der Karte finden sich unter anderem geröstete Karotte auf Fromage frais mit Vadouvan und Estragon, Tatar vom Simmentaler Rind mit Zucchini und Meerrettich-Schmand oder Salade niçoise vom Thunfisch mit Artischocken und Schnittlauch-Emulsion.

Bei den Hauptgängen haben Gäste unter anderem die Wahl zwischen auf der Haut gebratenem Zander mit sautierten Blumenkohlröschen und Brunnenkresse-Velouté, geschmorter Rinderschulter mit grünem Spargel und Pfifferlingen oder Steckrübengulasch mit eingelegter Roscoff-Zwiebel, sautiertem Feldsalat und Gruyère.

Vegetarische und vegane Speisen sind fester Bestandteil des Angebots und werden gleichwertig behandelt. Wer möchte, kann auch weiterhin ein Menü bestellen. Dieses wird in vier, fünf und sechs Gängen angeboten; der Preis beginnt bei 129 € für vier Gänge.

Weinauswahl mit Schwerpunkt Frankreich

Begleitet wird das gastronomische Angebot von einer umfangreichen Weinauswahl. Diese umfasst sowohl Weine aus der Region als auch ausgewählte Positionen aus der Alten Welt, mit einem klaren Schwerpunkt auf Frankreich.

Die Weinkarte ist darauf ausgelegt, sowohl glasweise Begleitungen als auch tiefergehende Entdeckungen zu ermöglichen und die Küche inhaltlich zu ergänzen.

Jens Pietzonka unterstützt bei der Umsetzung

Bei der Umsetzung des neuen kulinarischen Profils wird Stefan Hermann von Jens Pietzonka unterstützt. Pietzonka hat Ende vergangenen Jahres die gastronomische Leitung aller Betriebe des Dresdner Gastronoms übernommen.

Er begleitet und schult das Team des Atelier Sanssouci vor allem in den ersten Monaten, um die konsequente Umsetzung des Konzepts sicherzustellen. Sein Fokus liegt dabei auf Qualitätssicherung, Weinbegleitung und der optimalen Verzahnung von Küche und Service.

Auch spontane Besuche sollen Platz haben

Mit der aufgelockerten Konzeption schärft das Atelier Sanssouci sein Profil als kulinarischer Treffpunkt für Hotelgäste ebenso wie für Gäste aus Radebeul, Dresden und der Region.

Der Anspruch bleibt, ein Ort zu sein, an dem sowohl das ausgedehnte Abendessen als auch der spontane Besuch für ein oder zwei Gänge und ein Glas Wein Platz haben. Diese Ausrichtung zeigt sich auch im weiterhin unveränderten sonntäglichen Mittagstisch von 12 bis 14 Uhr. Dieser richtet sich insbesondere an lokale Gäste und ist ein fester Bestandteil des Angebots.

(Die Schneiderei/ SAHO)

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