Jubiläum

10 Jahre United Against Waste

Seit seiner Gründung hat United Against Waste mit seinem Engagement gegen Lebensmittelverschwendung in der Politik und Branche bundesweit ein Zeichen gesetzt. Jetzt feiert der Verein seinen zehnten Geburtstag.

Mittwoch, 21.09.2022, 11:20 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
V. l. n. r.: Klaus Ridderbusch, Sabine Eichner und Torsten v. Borstel (Foto: © United Against Waste)

V. l. n. r.: Klaus Ridderbusch, Sabine Eichner und Torsten v. Borstel (Foto: © United Against Waste)

Mit inzwischen mehr als 100 aktiven Mitgliedern aus der gesamten Außer-Haus-Verpflegung (AHV) verfügt United Against Waste (UAW) über ein enormes Expertenwissen. In den vergangenen zehn Jahren entwickelte der Verein verschiedene Werkzeuge, die alle praxiserprobt sind. Ebenso setzt er zielstrebig Projekte um, die zeigen, dass gelebter Klimaschutz einfach sein kann.

In diesem Jahr feiert der Verein sein zehnjähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten werden dabei auf ein ganzes Jahr verteilt. Zu den ersten Veranstaltungen gehört die Mitgliederversammlung am 17. November 2022. Auch eine „10 Jahre UAW“-Party ist für Mai 2023 in Berlin geplant.

Rückblick und Ausblick

UAW verfügt mit mehr als 750 Abfallanalysen in unterschiedlichen Betrieben über wertvolle Datenbestände. Diese geben der gesamten Branche, Orientierung und Vergleichsmöglichkeiten an die Hand und helfen Betrieben, wertschöpfende Lösungen zu implementieren.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betreibt United Against Waste gemeinsam mit dem Thünen-Institut seit dem 1. Januar 2022 bundesweit die Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.

Der 1. Vorstandsvorsitzende Klaus Ridderbusch sowie Vorstand Sabine Eichner als auch der Geschäftsführer Torsten v. Borstel schauen zurück zu den Anfängen und wagen einen Ausblick:

Wenn Sie zurückblicken, welche herausragenden Ereignisse in der UAW-Historie fallen Ihnen spontan ein?

Klaus Ridderbusch: „Ich erinnere mich noch gut an unsere notarielle Sitzung. Wir waren alle etwas befangen und unsicher, ob sich überhaupt jemand für unseren Verein interessieren wird bzw. wir Sinnvolles bewirken können. Das Thema Lebensmittelabfall schien damals relativ abstrakt zu sein. Doch bereits die erste Mitgliederversammlung belehrte mich eines Besseren. Eine derartige Vielfalt an Akteuren und Ideen hatte ich nicht erwartet. Rege Diskussionen entstanden, und wurden sofort in praxisorientierte Lösungen umgesetzt. Es gab von Beginn an immer eine große Bereitschaft der Mitglieder, sich weiterzuentwickeln und für eine gute Sache an einem Strang zu ziehen.“

Sabine Eichner: „Damals war das Thema Lebensmittelverschwendung noch nicht so stark in der gesellschaftlichen Debatte angekommen wie heute. Während der Gründungphase von UAW war von Anfang an klar: Wir wollen Lösungen erarbeiten, die gesamte Branche weiterbringen. Auch aus heutiger Sicht war es die richtige Entscheidung – nur so konnten wir das Know-how vieler verschiedener Akteure in unserem Verein versammeln und nutzbar machen. Die breitgefächerte Expertise war elementar für den Erfolg von UAW. Als 2012 die Uni Stuttgart mit der Studie ‚ISWA‘ die ersten Zahlen zu Lebensmittelabfall in der AHV vorlegte, war die ganze Branche erstaunt und wachgerüttelt. Wenig später entwickelten die Mitglieder die Idee, anhand transparenter Messbehälter Lebensmittelabfall sichtbar und messbar zu machen. Das war für mich die eigentliche Geburtsstunde des Vereins sowie der praxistaugliche Startschuss für unsere Mitglieder – denn ab sofort waren die theoretischen Ansätze anwendbar.“

Torsten v. Borstel: „Als wir UAW gründeten, interessierten sich wenige für das Thema Lebensmittelabfall. Bereits 2013 führten wir Abfall-Analysen in unterschiedlichen Betrieben durch. Plötzlich wurde die Branche hellhörig. Denn wir generierten wichtige Kennzahlen, die es zuvor nicht gab. Das war ein Meilenstein. Schnell wuchs das Interesse an unserem Verein und die Mitgliederzahl. Besonders hervorheben möchte ich auch, dass es immer ein starkes ‚Wir‘ in unserem Verein gab. Das Engagement unserer Mitglieder, deren konstruktive Ideen haben uns bis heute getragen.“

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