Sensoren und Kameras

Technische Unterstützung für den Weinberg

Elektronische Sensoren und Kameras sollen Winzer in Zukunft beim Weinanbau unterstützen. Mit Hilfe der Technik sollen diese frühzeitig Informationen zu Reife, Qualität, Ertragsaussichten und Krankheitsrisiken ihrer Reben erhalten. 

Donnerstag, 16.08.2018, 09:57 Uhr, Autor: Markus Jergler
Eine Drohne über einem Weinberg

Sensoren und Kameras sollen die Qualität von Weinreben analysieren und so den Weinanbau verbessern. (Foto: Jag_cz/fotolia)

Die Agrarbiologin Anna Kicherer testet am Julius-Kühn-Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof in Siebeldingen (Kreis Südliche Weinstraße) den sogenannten „Phenoliner“. Darinwurden die Vorrichtungen eines Traubenvollernters durch optische Geräte und ein Geoinformationssystem ersetzt.

„Wir sehen den „Phenoliner“ als Testplattform mit der langfristigen Vision, dass auch Winzer sie einsetzen können“, erklärte Kicherer während einer Fahrt durch den Weinberg des Instituts. Die Beurteilung von Trauben als klein, groß oder mittel könne mit dieser bildgestützten Technik sehr viel objektiver werden. Derartige Informationen sind für die Rebenzüchtung extrem wichtig. „Wenn es um die Entwicklung von genetischen Markern geht, muss man Phänotyp und Genotyp zusammenbringen“, sagte Kicherer – also die äußere Erscheinung auf die jeweilige genetische Ausstattung beziehen.

Neben dem „Phenoliner“ gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten für eine potenzielle Effizienzsteigerungen durch digitale Technologien im Weinbau, meint Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut: „Bereits heute kann man nur die gesunden Traubenbeeren nach der Lese mit optischen Systemen aussortieren.“ In naher Zukunft werde auch der Pflanzenschutz in schwer zugänglichen Steillagen mit Drohnen möglich sein. (dpa/MJ)

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