Auszahlung von Hilfsgeldern

ÖHV fordert schnelle Abschlagszahlungen

Dr. Markus Gratzer
„Einfach ohne viel Bürokratie 80 Prozent der beantragten Summe überweisen“, ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer. (Foto: © ÖHV)
Die Auszahlung der Entschädigungen für die behördlichen Schließungen läuft in Österreich nur schleppend. Mit einem 80-prozentigen Akonto könne dieses Problem jedoch unbürokratisch gelöst werden, ist sich ÖHV-Generalsekretär Dr. Markus Gratzer sicher.
Montag, 12.04.2021, 13:38 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Wie sich in einer aktuellen ÖHV-Umfrage herauskristallisiert, haben innerhalb eines Jahres erst 8 Prozent der Hotels eine Entschädigung für die Schließung erhalten. ÖHV-General Dr. Markus Gratzer findet dafür deutliche Worte: „Wenn ein Jahr nach der behördlichen Schließung erst 8 Prozent der Hotels eine Entschädigung erhalten haben, lässt sich das nicht mehr schönreden, das ist ein Armutszeugnis“, so der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). In Zeiten, wo jeder Cent Liquidität wichtig ist, schmerzt das zähe Vorgehen doppelt. Dabei sei das nicht notwendig, bringt Gratzer einen längst fälligen Minimalkompromiss ins Spiel: ein sofortiges 80-prozentiges Akonto, auch Abschlags- oder Akontozahlung genannt. „Einfach ohne viel Bürokratie 80 Prozent der beantragten Summe überweisen. Am besten gestern und nicht erst übermorgen“, so der Branchensprecher.

Regionale Unterschiede bei Auszahlung

Durchschnittlich stehen den Betrieben 182.000 Euro zu. „Erhalten sie jetzt in einem ersten Schritt einmal 80 Prozent, ist das schon eine Riesenhilfe, um offene Forderungen zu bedienen und vor allem die Mitarbeiter im Betrieb zu halten“, so Gratzer. In jedem der vier Bundesländer müsse rasch gehandelt werden, in Vorarlberg und Kärnten sah bis dato noch gar kein Hotel auch nur einen Cent Entschädigung nach dem Epidemiegesetz, einzig Salzburg scheint hier entsprechende Priorität beizumessen – dort haben immerhin 20 Prozent der Betriebe Auszahlungen erhalten. „Ein Drittel der Betriebe hat noch nicht einmal Feedback von der zuständigen BH erhalten. So stelle ich mir den Umgang mit Behörden nicht vor. Man degradiert Steuerzahler zu Bittstellern“, fordert Gratzer eine rasche Lösung: „Wir sind für alles offen, was so gut funktioniert wie das vorgeschlagene Akonto. Nur wir hören keine Idee, wir sehen keine Lösung, nur Vertröstungen und Bürokratie, wenn überhaupt ein Feedback kommt. Das muss besser werden: Viel besser!“

(ÖHV/NZ)

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