Corona-Krise

„Mittelstandslücke muss geschlossen werden“

Corona-Zuschüsse sind, laut Bund und Länder, da. Allerdings erreichen sie nicht jedes hilfsbedürftige Unternehmen. BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante fordert nun Nachbesserung von der Politik.

Donnerstag, 02.04.2020, 09:53 Uhr, Autor: Kristina Presser
Andrea Belegante

BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante. (Foto: ©Bundesverband der Systemgastronomie/BdS)

Andrea Belegante, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Systemgastronomie (BdS), hat die Politik aufgefordert, bei den von Bund und Länder bereitgestellten Sofortmaßnahmen und finanziellen Hilfsprogrammen nachzubessern – zugunsten mittelständischer Unternehmen (sog. KMUs). Zwar begrüße der BdS ausdrücklich die bisherigen Liquiditätsunterstützungen, die Praxis zeige jedoch, dass konkreter Optimierungsbedarf bestehe. Die vorhandene Mittelstandslücke müsse umgehend geschlossen werden, wie Andrea Belegante deutlich macht: „Die Corona-Zuschüsse des Bundes decken lediglich Kleinstunternehmen bis zu 10 Mitarbeitern ab. Kleine und mittlere Unternehmen fallen unverständlicherweise durch das ‚Zuschuss-Raster‘. Dabei sind die KMU das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.“

Die BdS-Hauptgeschäftsführerin schlägt daher vor, Zuschuss-Leistungen weiterhin an der Mitarbeiterzahl auszurichten, die Staffelung und das Finanzvolumen aber auszuweiten: So sollen auch Unternehmen mit 11 bis 49 sowie 50 bis 249 Beschäftigten die Möglichkeit bekommen, Zuschussanträge zu stellen. Zwar gäbe es bereits einzelne Bundesländer wie Bayern oder Hamburg, die eine derartig weite Staffelung hätten, jedoch nicht in allen. „Die vielen mittelständischen Unternehmen dürfen nicht durchs Raster fallen!“, sagte Belegante. Außerdem müssten die Zuschüsse so einfach und so schnell wie möglich beantragt werden können, genehmigt und ausgezahlt werden.
(BdS/KP)

 

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