"Der dritte Ort"

Leaders Club stimmt auf Restart ein

Die Fortsetzung der viralen Kampagne „Dein Dritter Ort“ des Leaders Clubs Deutschland soll die Vorfreude auf den Restart wecken. Bei aller Zuversicht thematisiert die Initiative aber auch die aktuellen Forderungen der Branche an die Politik.

Dienstag, 18.05.2021, 15:29 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Junge Servicekraft bittet Gäste einzutreten

Der Dritte Ort: Kurzfilm des Leaders Club soll Vorfreude auf den Restart wecken. (Foto: © cherryandbees/stock.adobe.com)

Die Impfquote steigt, die Inzidenzen sinken. Mit diesen positiven Entwicklungen werden in immer mehr Regionen erste Öffnungsschritte für die Gastronomie eingeleitet, in weiteren Bundesländern sind Lockerungen angekündigt. Nach rund sieben Monaten des absoluten Stillstands zeichnet sich mit der Öffnung der Außenbereiche endlich wieder eine Perspektive für die Branche ab.

Neues Video: „Dein Dritter Ort – Vorfreude“

Dieser vorsichtige Aufbruch steht im Mittelpunkt der neuen Kampagne „Dein Dritter Ort – Vorfreude“, die von den Gastronomie-Netzwerken Leaders Club und Gastgeberkreis initiiert wurde. Herzstück ist ein auf Facebook und Instagram verbreiteter emotionaler Kurzfilm, der bei Gästen, Gastronomen und ihren Mitarbeiteren Vorfreude und Zuversicht für eine Rückkehr einer lebendige Gastronomielandschaft wecken soll. Darin heißt es: „Wir können ihn schon wieder hören – den Dritten Ort, der nicht länger eine Selbstverständlichkeit ist. Wo das Leben neu beginnen wird, die Welt sich wieder weiterdreht und wir alle zusammen den Neuanfang und die Freiheit feiern werden!“

Gastronomie braucht noch Unterstützung

Gesprochen wird der Text wie schon im ersten filmischen Manifest von Martin Lehmann, der Synchronstimme von Bruce Willis. Beide Filme enden mit dem Satz „Mit unglaublicher Vorfreude auf unser Wiedersehen“. Dabei ist klar: Damit das Wiedersehen sicher gelingt, braucht es weiterhin Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die von Gastronomen und Gästen verantwortungsvoll beachtet werden. Und es geht auch nicht ohne letztmalige wirtschaftliche Unterstützung. Der Leaders Club und Gastgeberkreis fordern daher von den politischen Entscheidungsträgern:

  1. Ein klares Stufenkonzept mit festgelegten Schritten, um verlässlich planen zu können. Dazu gehöre auch eine klare Äußerung, wann die Innengastronomie wieder geöffnet werden kann und welche weiteren einschränkenden Maßnahmen (bspw. maximale Tischbelegung, Kapazitätsbeschränkungen, Sperrstunden, Test-Erfordernisse) gelten. Gleichzeitig müsse schon jetzt darüber gesprochen werden, worauf sich die Gastronomie im Herbst einstellen muss.
  2. Sicherheit an erster Stelle – es braucht kurzfristig bundesweit einheitliche und durchdachte Hygieneauflagen. Darin sollten unter anderem die einzuhaltenden Tischabstände, Luftreinhaltung und Standards der digitalen Kontaktnachverfolgung festgelegt werden.
  3. Fortführung der wirtschaftlichen Unterstützung über den Sommer hinaus, da besonders in der Wiedereröffnungsphase die Umsätze durch Kapazitätsbeschränkungen, unsicheres Wetter und Sorge vor Infektionen weiterhin stark schwanken werden. Die Zahlung des Kurzarbeitergelds sollte ebenfalls fortgeführt werden.
  4. Chance zur wirtschaftlichen Erholung geben – Aussetzen der Insolvenzantragspflicht sollte verlängert werden, da die Branche bis Mai 2021 keine Chance hatte, angemessene Umsätze zu generieren. Ein guter Sommer könnte aktuell angeschlagene Betriebe jedoch vor der pandemiebedingten Insolvenz retten.
  5. Wir sind gekommen, um zu bleiben – Kein weiteres „Auf & Zu“ mit der Branche, sondern Verlässlichkeit bei den beschlossenen Maßnahmen.

(Leaders Club/NZ)

 

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