Fachbuch

Impulse für eine nachhaltige Unternehmenskultur

Ob regionales Handeln oder Erforschung der Meere – es gibt viele Wege nachhaltig zu agieren. In „Nachhaltigkeit – Frauen schaffen Zukunft“ geben die Herausgeberinnen Impulse, um die Herausforderungen anzunehmen und anzugehen. 

Montag, 21.06.2021, 08:22 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
„Nachhaltigkeit – Frauen schaffen Zukunft“

BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante schreibt für „Nachhaltigkeit – Frauen schaffen Zukunft“. (Foto: © BdS)

Nachhaltigkeit ist ein vielfältiger Begriff, für den sich schwerlich eine einfache oder gar einheitliche Definition finden lässt. Als Rahmen für Unternehmen dienen die Environment Social Governance-Kriterien (ESG), die für die drei Verantwortungsbereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung Handlungsfelder definieren. Mit der Verabschiedung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele im Jahr 2015, auch Sustainable Development Goals (SDGs) genannt, wurde der Thematik ein offizieller Rahmen sowie eine weitere inhaltliche Kontur gegeben. Nachhaltigkeit gehört nicht länger einer Nische an und ist kein Trendthema, sondern ein wichtiges Zukunftsthema, das im Bewusstsein von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft einen festen Platz hat. Doch nicht nur die Definition, sondern auch die Umsetzung bringt Herausforderungen mit sich. Denn schließlich müssen die Unternehmen soziale, ökologische und ökonomische Ziele in Einklang bringen, weitere große Zukunftsthemen wie Digitalisierung und demografischen Wandel stemmen und dabei wettbewerbsfähig bleiben. Aber wie kann man Nachhaltigkeit in unserer komplexen Welt umsetzen? Wie kann man als Unternehmen seine Substanz bewahren, Ressourcen schonen und wirtschaftliche Erfolge erzielen? Welche Herausforderung hat die Wissenschaft und wie kann sie den Transformationsprozess und die Zielerreichung der Nachhaltigkeitsziele unterstützen? Wie kann jeder Einzelne Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit gestalten?

Diese Fragen haben sich die Herausgeberinnen von „Nachhaltigkeit – Frauen schaffen Zukunft“, Claudia Rankers, Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz, und Prof. Dr. Nadine Kammerlander, gestellt. Dafür haben sie Macherinnen eingeladen, ihre Maßnahmen für eine nachhaltige Unternehmenspraxis und SDG-unterstützende Wissenschaft vorzustellen. Dabei gehen die Beitragenden dieses Ziel in ganz unterschiedlicher Weise an. Ob regionales Agieren, indem die Wertschöpfungskette optimiert wird oder auf internationaler Ebene, wie bei der Erforschung des Zustands der Meere: Das Tätigkeitsfeld ist breit und reicht vom Einsatz zukunftsweisender Technologien bis zu der Einführung von gerechteren und solidarischeren Arbeitsbedingungen. Die abwechslungsreichen Ansätze der Autorinnen verdeutlichen, wie bunt und vielfältig Nachhaltigkeit sein kann, und zeigen zudem, dass gut verknüpfte Netzwerke durch interdisziplinäre Zusammenarbeit die Entwicklung von nachhaltiger Innovation fördern können.

Die 40 Beiträge inspirieren und motivieren, sich tiefer mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen und die UN-Nachhaltigkeitsziele im eigenen wirtschaftlichen Kontext zu verfolgen. Denn „Nachhaltigkeit – Frauen schaffen Zukunft“ zeigt, das es geht.

„Chancen geben – Alltag in der Systemgastronomie“

BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante schreibt für das Buch zum Thema „Chancen geben – Alltag in der Systemgastronomie“ und gewährt zudem einen privaten Einblick in Ihren Werdegang: „Es ist mir eine Ehre und Freude, an diesem großartigen Buch mitgewirkt zu haben! Aber noch viel mehr ist es mir ein Anliegen zu zeigen, welche Chancen meine Branche – die Systemgastronomie – in Sachen Gleichstellung von Männern und Frauen, menschenwürdiger Arbeit und Integration bietet und damit perfekt für die Zukunft und kommende Herausforderungen aufgestellt ist. Dass mir gerade diese Themen sehr am Herzen liegen, hat nicht zuletzt mit meinem persönlichen Werdegang (u.a. Frau mit Migrationshintergrund) zu tun: Mit den Hindernissen, denen ich begegnet bin, aber insbesondere mit den Chancen und Möglichkeiten, die ich meinerseits bekommen und wahrgenommen habe. Das weiterzugeben, selbst vorzuleben, anderen (neue) Wege aufzuzeigen und auch zu ebnen, mache ich mit Leidenschaft und sehe ich als meine Verantwortung an. Vielen Dank an die Herausgeberinnen (Claudia Rankers und Prof. Dr. Nadine Kammerlander) und den FAZ Verlag und natürlich herzlichen Dank an meine Mitautorinnen für die wertvollen persönlichen Berichte über neue Ansätze und Best Practice-Beispiele sowie zukunftsweisenden Impulse für eine nachhaltige Unternehmenskultur. Viel Freude beim Lesen!“

Leseprobe

Warum ausgerechnet dieses Thema? Ganz einfach: das bin ich, das ist meine Leidenschaft und so sehe ich meine Verantwortung. Dass es allerdings so gekommen ist, war nicht mein Plan. Doch wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Was jedoch schnell klar war, ist, dass ich von den Chancen, die mir zuteilwurden, so viel wie möglich zurückgeben wollte …

… Das alles sind Themen, die mich seit meiner Einwanderung begleiten, mit denen ich in meiner Tätigkeit für meinen Verband beschäftigt bin und die mir sehr am Herzen liegen.

(BdS/NZ)

 

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