EU-Wahl

HOTREC fordert faire Wettbewerbsbedingungen

Vertreter der europäischen Hotellerie erwarten von der EU, dass sie gesundes Wachstum und sichere Beschäftigung durch den Tourismus in Europas Regionen unterstützt.

Donnerstag, 16.05.2019, 10:32 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Kellnerin serviert ein Dessert

Die Bekämpfung des Personalmangels ist einer der fünf Punkte, die sich die HOTREC künftig von der EU erwartet. (© fotolia.com/davit85)

Die HOTREC, der Europäische Dachverbandes der Hotels, Restaurants und Cafés, traf sich dieser Tage anlässlich der 78. Generalversammlung in Helsinki. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahl pochten die HOTREC-Mitglieder auf Umsetzung ihrer fünf Kernforderungen für die europäische Tourismusbranche:

  • Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen für alle Betriebe in der Beherbergungs- und Gastronomiebranche, vor allem vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl von Anbietern über „Collaborative bzw. Sharing Economy“- Plattformen, wie z.B. Airbnb, sowie damit verbundene Mikrounternehmen.
  • Überarbeitung des EU-Rechtsrahmens, insbesondere der E-Commerce-Richtlinie, zur Regelung der Haftung von Online-Plattformen, um deren immer stärker werdenden Präsenz am Markt gerecht zu werden.
  • Festlegung einer neuen Agenda für eine bessere Rechtsetzung, die sich auf grenzüberschreitende Themen konzentriert, aber auch sektorspezifische Anliegen berücksichtigt.
  • Vorrang und Förderung freiwilliger Initiativen im Bereich der Lebensmittelpolitik anstelle eines Top-Down-Ansatzes durch EU-Regulierungen.
  • Bekämpfung des Fachkräftemangels durch konkrete politische Maßnahmen.

„Die Gastgewerbebranche ist mit ihren 2 Millionen Betrieben und 11,9 Millionen Arbeitnehmern ein treibender Motor für die europäische Wirtschaft und hat in den vergangenen 4 Jahren 1,6 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Eines der wichtigen Ziele der EU muss es daher sein, wertschöpfungsstarkes Wachstum und attraktive, sichere Beschäftigung durch den Tourismus in Europas Regionen zu erhalten und zu stärken“, betonte Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich in Helsinki.

 

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