Coronakrise

Einheitliche Schließung gefordert

Zwar hat der Bund einheitliche Leitlinien im Kampf gegen das Coronavirus festgelegt, die Ausführung ist jedoch Ländersache. Das führt zu starken Unregelmäßigkeiten. Der Dehoga fordert nun ein einheitliches Vorgehen.

Donnerstag, 19.03.2020, 08:22 Uhr, Autor: Kristina Presser
Ein Mann bringt ein "Closed"-Schild an die Glastür seines Restuarants an

Der Dehoga fordert ein einheitliches Vorgehen bei Restaurant- und Hotel-Schließungen. (Foto: © NAMPIX/stock.adobe.com)

Der Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz (Dehoga) hat sich für eine behördliche Schließung aller Hotels und Restaurants ausgesprochen. Damit forderte er die Landesregierung auf, „durch Anordnung einer flächendeckenden vorübergehenden Betriebsunterbrechung für alle gastgewerblichen Betriebe“ schnellstmöglich Klarheit und Sicherheit für Betriebe und Gäste zu schaffen. Ausnahmen könne es im behördlich zugelassenen Einzelfall etwa für Kantinen von Kliniken, Polizei und Rettungsdiensten sowie für ausschließliche Mitnahmedienste geben.

Die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Schäden für das Gastgewerbe müssten vollständig ausgeglichen werden. Mit der momentan angeordneten teilweisen Schließung „greift der Staat in das unternehmerische Handeln“ ein, sodass die Betriebe faktisch nicht mehr wirtschaften könnten, sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann jüngst der Deutschen Presse-Agentur. Die wirtschaftlichen Einbußen der Betriebe müssten von Bund und Land durch ein Nothilfeprogramm in Gänze kompensiert werden.
(dpa/lrs/KP)

 

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