Sicherheitskonzepte

DTV veröffentlicht Machbarkeitsstudie zu Weihnachtsmärkten

Eine gemeinsame Studie vom Deutschen Tourismusverband und dem Deutschen Schaustellerbund zeigt: Corona-Schutz und Weihnachtsmarkterlebnis sind miteinander vereinbar. Ein Impuls für Innenstädte.

Dienstag, 22.09.2020, 14:50 Uhr, Autor: Kristina Presser
Weihnachtsmarkt

Das Stattfinden von Weihnachtsmärkten ist trotz Corona-Pandemie nicht ausgeschlossen. (Foto: ©Jochen Seelhammer/stock.adobe.com)

Der Deutsche Schaustellerbund hat zusammen mit dem Deutschen Tourismusverband (DTV) eine „Machbarkeitsstudie zur Durchführung der Weihnachtsmärkte in Zeiten der Corona-Pandemie“ vorgelegt. Das Ergebnis: Corona-Schutz und Weihnachtsmarkterlebnis sind durchaus miteinander vereinbar.

DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz: „Ich bin froh, dass wir mit dieser Studie nun eine fundierte Arbeitsgrundlage haben. Es zeigt sich, dass sich die Infektionsrisiken bei entsprechender Vorbereitung der Weihnachtsmärkte minimieren lassen.“ Weihnachts- und Adventsmärkte gehören, seiner Ansicht nach, zur Winterzeit und sind Kulturgut. Schließlich würden sie auch für gefüllte Innenstädte sorgen – wichtig für die aktuell angeschlagene Einzelhandels-, Gastronomie- und Städtetourismusbranche. „Wenn wir touristische und Einzelhandels-Infrastrukturen auch nach Corona in unseren Städten sichern wollen, dann müssen wir das innenstädtische Leben auch in der kalten Jahreszeit weitgehend erhalten. Advents- und Weihnachtsmärkte sind dafür elementar wichtig“, ist sich Kunz sicher. Aufgrund ihrer Einstufung als Spezialmärkte und damit Freiluftveranstaltungen seien sie „mit den richtigen Sicherheits-, Hygiene- und Besucherlenkungsmaßnahmen durchführbar“.

Wichtig dafür seien zum Beispiel eine Vergrößerung der Flächen, oder auch eine Verlängerung der Veranstaltungszeiträume, um Besucheranstürme zu verhindern, Zugangskontrollen sowie gut durchdachte Hygienekonzepte. Die Hygienekonzepte der Veranstalter, Schausteller, Einzelhändler, Touristiker, Gastronomen und Kommunen liegen, laut Kunz, vielfach bereits vor. „Abstandsregelungen, Hygienemaßnahmen und Besucherlenkung – für all das gibt es umsetzbare und sichere Lösungen. Schlussendlich muss vor Ort entschieden werden, was unter den geltenden Sicherheitsbestimmungen machbar ist. Fest steht: Mit den richtigen Konzepten lassen sich Corona-Schutz und Weihnachtsmarkterlebnis miteinander vereinbaren. Das ist eine große Chance und ein Hoffnungsschimmer für alle Akteure.“
(DTV/KP)

 

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