Hilfe für Flutopfer

Dehoga NRW hilft betroffenen Gastgebern

Cafestühle Überschwemmung
Der Dehoga NRW ruft zur Solidarität auf. (© fotograv via Getty Images)
Die massiven Regenfälle diese Woche haben Zehntausende private und berufliche Existenzen zerstört, auch im Gastgewerbe. Laut Innenministerium NRW soll nächste Woche mit der Koordinierung des landesweiten Aufbauprogramms begonnen werden.
Montag, 19.07.2021, 10:25 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Bereits wenige Tage nach den Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden die durch die Flutkatastrophe verursachten Schäden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Der Dehoga Nordrhein-Westfalen ruft auf seiner Homapage zur Solidarität auf: „Wir wissen, dass jetzt und in den nächsten Tagen und Wochen dringende Hilfe und Unterstützung in Form von Sach- und Finanzspenden nötig sein werden. Die Betroffenen werden Lebensmittel, Mobiliar, Kleidung und Spielsachen benötigen, um ihre Existenz wieder aufzubauen. Andererseits werden viele Gastronomen und Hoteliers schnellstmöglich ihre Solidarität mit ihren Kollegen und der Bevölkerung zeigen wollen. “

Der DEHOGA Nordrhein e.V. und der DEHOGA NRW e.V. stünden in engem Dialog mit dem Innenministerium. Momentan stehe jedoch noch die Rettung der vermissten Menschen und die Verhinderung weiteren Unheils  im Vordergrund. Eine zentrale landesweite Anlaufstelle für Opfer und diejenigen, die spenden und unterstützen möchten, soll zudem diese Woche eingerichtet werden. Der Dehoga NRW bittet daher, sich noch zu gedulden.  „Wir wollen sicherstellen, dass flächendeckend die sicherlich wertvollen Hilfen effektiv und sinnvoll bei den Betroffenen ankommen. Wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden“, heißt es.

Auch Haakon Herbst, Präsident des Dehoga Nordrhein meldet sich über seinen Facebook-Account zu Wort: „Es ist großartig zu sehen wer alles hilft und wer uns alles anschreibt. Unsere gesamten Mannschaften sind auch aktiv und kümmern und koordinieren. Allen voran ist Christoph Becker mit den gesamten Katastrophenschutzteams im Kölner Regierungsbezirk in regem Austausch. Im ersten Schritt besorgen wir kostenfreie Unterkünfte in Hotels und helfen auch bei Verpflegungsleistungen. Wer hier etwas in den betroffenen Gebieten anzubieten hat ist herzlich willkommen.“

Screenshot eines Facebook-Posts von Haakon Herbst in dem er sich zum Hochwasser in NRW 2021 äußert
Der Präsident des Dehoga Nordrhein, Haakon Herbst, meldet sich auf facebook zu Wort. (© Screenshot Facebook)

Es fehle an allem. Dennoch betont Haakon: „Was wir lt. Ministerium nicht so extrem vorantreiben sollen, ist die indirekte Hilfe und die Gründung einer x-ten Soforthilfe für Sachspenden, denn die Lagerung, Logistik und Verteilung sollte zielgerichtet und geordnet geplant sein (sonst kommen 20 Hilfstransporte an den gleichen Ort und alle anderen bekommen kaum etwas – abgesehen davon muss ja an jedem Ort auch eine sinnvolle Lagerung und Verteilung möglich sein. Die Hauptbetroffenen hätten zudem i.A. für viele Dinge ja noch keine Verwendung. Man riet uns daher mit den indirekten Hilfen noch ein paar Tage zu warten. Dem Wunsch kommen wir natürlich nach. Parallel arbeiten wir aber auf Hochtouren an unserer Kernkompetenz und nehmen Evakuierte auf und sorgen auch für deren Verpflegung.“

(Dehoga NRW/KG)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Ministerpräsident Günther besichtigte mit Kirsten Herrmann am 24. Oktober die Schäden im Hotel Hafen Flensburg.
Hoffnung
Hoffnung

Hotel Hafen Flensburg kämpft nach Sturmflut weiter

Eine gewaltige Sturmflut traf in der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober 2023 auf die Ostseeküste. Auch das Hotel Hafen Flensburg wurde Opfer dieser Naturgewalten. Doch Aufgeben kommt für das Designhotel nicht in Frage. 
Peter Inselkammer
IHK-Wahl
IHK-Wahl

Peter Inselkammer ist neuer BIHK-Präsident

Der Sprecher der Wiesnwirte wird an die Spitze der IHK für München und Oberbayern gewählt. Damit steht er jetzt automatisch auch dem bayerischen Industrie- und Handelskammertag vor.
Thomas Förster und Dr. Markus Söder
Ehrung
Ehrung

Bayerischer Verdienstorden für „Dehoga Bayern“-Vizepräsidenten

Thomas Förster ist mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Markus Söder würdigte damit das langjährige ehrenamtliche Engagement des „Dehoga Bayern“-Vizepräsidenten für das Gastgewerbe, die bayerische Wirtschaft und die regionale Wirtschaftsentwicklung.
Biergarten
Auszeichnung
Auszeichnung

Das sind Bayerns Lieblingsbiergärten 2026

Bayerns beliebteste Biergärten 2026 stehen fest. Der Dehoga Bayern hat die Gewinner in drei Größenkategorien ermittelt – Grundlage waren mehr als 16.300 Stimmen von Gästen.
Kellnerin steht lächelnd bei Gästen
Einschätzung
Einschätzung

Dehoga-Landesverbände: „Der Minijob bleibt erhalten!“

Nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses sehen mehrere Dehoga-Landesverbände den Fortbestand der Minijobs gesichert. Für das Gastgewerbe sei das ein wichtiges Signal – auch wenn die Pauschalsteuer steigen soll.
Junge Servicekraft notiert Bestellung
Kritik
Kritik

Verbändeallianz fordert Erhalt der jetzigen Minijob-Regelung

Der Sonderstatus von Minijobs soll künftig nur noch für Schüler gelten – so sieht es ein Vorschlag der Rentenkommission vor. Eine breite Verbändeallianz hat sich nun zusammengeschlossen und warnt davor, die bestehenden Regelungen zu verschärfen – mit Folgen für Beschäftigte und Betriebe.
Ernst Fischer
Trauerfall
Trauerfall

Dehoga trauert um Ehrenpräsident Ernst Fischer

Der frühere Verbandspräsident ist nach schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren gestorben. Das Gastgewerbe würdigt eine prägende Persönlichkeit mit jahrzehntelangem Engagement.
Jana Schimke
Kritik
Kritik

Jana Schimke verteidigt Minijob-Modell

Die Reformvorschläge zum Ende der Minijobs sorgen im Gastgewerbe weiter für Kritik. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke findet deutliche Worte zu den diskutierten Plänen. Sie sieht die Arbeitsfähigkeit vieler Betriebe im Gastgewerbe in Gefahr.
Vorstellung der Vorschläge zur Reform der Altersvorsorge mit Friedrich März und Bärbel Bas
Kritik
Kritik

Vorschläge der Rentenkommission: Dehoga warnt vor Minijob-Aus

Die Rentenkommission will den Sonderstatus geringfügiger Beschäftigung künftig stark begrenzen. Der Dehoga warnt vor erheblichen Folgen für das Gastgewerbe – betroffen wären rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte.