Mecklenburg-Vorpommern

2G plus „wirkt wie ein Lockdown“

Vielerorts gilt für die Innengastronomie die 2G-plus-Regel. Die Restaurants bleiben leer, viele Betriebe stellen bereits auf Lieferservices um. Lars Schwarz, Präsident des Dehoga MV, fordert daher weitere wirtschaftliche Hilfen für die Branche.

Dienstag, 30.11.2021, 14:57 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Schild über die 2G-plus-Regel

Für viele ist der Besuch eines Restaurants wegen der notwendigen Tests nur schwer umsetzbar. (Foto: © Bihlmayerfotografie – stock.adobe.com)

Die Gastronomie durchläuft derzeit eine dramatische Lage. Die Situation könne in zwei Teile gegliedert werden: In die Gaststätten, in deren näherer Umgebung eine funktionierende Testinfrastruktur vorhanden ist, erklärte des Präsident des Dehoga MV, Lars Schwarz. Diese hätten die Möglichkeit, sich bei großen Umsatzverlusten über Wasser zu halten. Auf der anderen Seite stehen die, deren potenziellen Gäste keine Chance haben, sich vor dem Besuch testen zu lassen. Dort sei die Gastronomie weitgehend verwaist. „Für uns wirkt die Einführung der 2G-plus-Regelung ohne vorherigen Aufbau der Testinfrastruktur wie ein Lockdown.“ Viele Betriebe hätten deshalb bereits auf Abholung oder Lieferung umgestellt. Klar sei aber, dass die Umsätze durch die Absage beispielsweise von Weihnachtsfeiern nicht wieder hereinzuholen sind. Das Gleiche gelte für Bars und Clubs, bei denen die kalte Jahreszeit Hochsaison ist. „Weitere Wirtschaftshilfen sind dringend nötig, sonst werden viele Betriebe diesen Winter nicht überleben“, betonte der Dehoga-Präsident.

(dpa/NZ)

 

Zurück zur Startseite

Weitere Themen