Viva con Agua

Mit einem Hotel zu sauberem Trinkwasser

139 Zimmer, 300 Betten, Restaurant, Yogaraum und vieles mehr – die Villa Viva enthält alles, was sich Gäste wünschen. Statt eines klassischen Hotels entsteht im Hamburger Münzviertel jedoch ein Social Business.

Montag, 12.07.2021, 14:29 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Mann in Äthiopien trinkt am Brunnen

Viva con Agua will mit einem neuen Hotel-Konzept den Brunnenbau fördern. (Foto: © Chris Schwarz; Viva con Agua)

Nach Mineralwasser, Goldeimer-Klopapier und dem sozialen Kunstverkauf der Millerntor Gallery startet die gemeinnützige Organisation Viva con Agua mit der Villa Viva in Hamburg ein weiteres Social Business. Das zwölfstöckige Gasthaus, das bis Ende 2023 im Münzviertel zwischen Hauptbahnhof und Deichtorhallen entstehen soll, werde mehr als 300 Gästebetten für jeden Geldbeutel bieten, sagte Viva con Agua-Gründer Benny Adrion zum Baustart. Geplant seien neben 139 Zimmern auch eine Camping-Etage, eine Bar, ein Restaurant, ein Yogaraum, von Künstlern gestaltete Artrooms sowie Konferenz- und Büroflächen.

Promis liefern Eigenkapital

Ein Großteil der Gewinne aus der Villa Viva werde in die Projektarbeit fließen. Die Villa Viva Holding werde von einer „Shareholder Gang“ aus sozial engagierten Investoren mit 5,5 Millionen Euro Eigenkapital ausgestattet – darunter Musiker wie Jan Delay, Bela B. oder Ex-Fußball-Profi Kevin Kuranyi. „Wir sind fest entschlossen, einen Teil dazu beizutragen, dass unsere Welt noch nachhaltiger, sozialer und freudvoller wird in den kommenden Jahren“, sagte Adrion. „Mit Villa Viva wollen wir daher zeigen, dass soziales Wirtschaften gleichzeitig nachhaltig und erfolgreich sein kann.“

„Hauptstadt der Gemeinwohlökonomie“

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sprach von einem „Leuchtturm der Gemeinwohlökonomie“. Die Vergabe des Grundstückes sei über das städtische LIG-Immobilienmanagement im Rahmen einer Konzeptausschreibung erfolgt. Solche Projekte zeigten, das Hamburg nicht nur „Stadt der Pfeffersäcke“, sondern „auch die Hauptstadt des zivilgesellschaftlichen Engagements“ und Stiftungshauptstadt sei. „Wir haben eigentlich all die Zutaten, die man braucht, um auch eine Hauptstadt des Social Business, der Gemeinwohlökonomie zu werden.“

(dpa/NZ)

 

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