Wetterfolgen

Sturm vernichtet Imbiss

Jetzt steht das Meer vor der Haustür. Das Tiefdruckgebiet Axel hat in der Ostsee eine schwere Sturmflut verursacht. Diese riss meterweise Steilküste weg und schleppte tonnenweise Sand mit ins Meer – und auch den Imbiss von Petra Hofmann.

Donnerstag, 05.01.2017, 15:32 Uhr, Autor: Markus Jergler
Kaputtes Haus am Strand

Der Imbiss von Petra Hofmann wurde durch den Sturm halbiert (Foto: © dpa)

Am Zempiner Steilufer steht nur noch eine Ruine. Das halbe Haus ist komplett verschwunden. Die Kräfte der Ostsee-Sturmflut haben es wie Sandkörner mit ins Meer gerissen. Eins ist klar, die Küste war auf diese Art von Sturm nicht vorbereitet. In Usedom gingen mehrere Meter Dünen verloren, so der Koserower Bürgermeister Rene König bei einem Interview bei NDR 1 Radio MV. Starke Schäden gebe es auch an der Koserower Seebrücke.

Die ruinierte Gastronomin erhebt nun Vorwürfe gegen das Umweltministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die Küste sei nicht geschützt. In der Tat gab es bereits nach dem Herbststurm im Oktober ein Treffen bezüglich einer Verbesserung der Schutzmaßnahmen an der Zempiner Küste. Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte im Anschluss daran jedoch erklärt, dass der entsprechende Küstenstreifen ausreichend geschützt sei. Die Bilder beweisen etwas anderes. (bild.de / MJ)

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