Pflanzenschutzmittel

Notfallgenehmigung gegen Esca

Für die Rebschule und Junganlagen bis zum vierten Lebensjahr gilt ab dem 1. Januar 2017 die Notfallgenehmigung für das von der Firma Belchim entwickelte Pflanzenschutzmittel Vintec.

Mittwoch, 04.01.2017, 10:08 Uhr, Autor: Markus Jergler
Vom Pilz befallener Rebstock

Typische Kennzeichen der Pilzkrankheit Esca (Foto: © dpa – Bildarchiv)

120 Tage lang ist die Genehmigung nach Art. 53 VO EG Nr. 1107/ 2009 gültig. „Atroviride SC1“, so heißt der in dem Pflanzenschutzmittel enthaltene Trichodermastamm, der als Antagonist gegen die Erreger der des Esca-Krankheitskomplexes wirkt. Seit vielen Jahren leiden Winzer unter Esca.

Blechheim schützt mit seinem neuen Schutzmittel Vintec vorhandene Wunden am Rebholz vor dem Eindringen der Escaerreger. Angewendet wird der Schutz am Weinberg zwischen Rebschnitt und Austrieb auf den Schnittwunden der Rebe – vor allem im Kopfbereich des Rebstockes. Für die notwendige Aufwandmenge von 200g / 100l/ha genügen übliche Spritzgeräte. Wichtig ist, dass in den 24 Stunden, die auf die Behandlung folgen, kein Nachtfrost herrscht und auch kein Regen fällt. Innerhalb der Rebschule findet die Behandlung mehrfach statt. Winzer, die sich langfristig erfolgreich vor Esca schützen wollen, sollten sich rechtzeitig mit ihrer Rebschule kurzschließen und Vintec vorbestellen. (meininger.de / MJ)

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