Lockdown

Gütersloher Gastgeber stellen Strafanzeige

Aufgrund des erneuten Lockdowns in Gütersloh hat der Dehoga Ostwestfalen nun Strafanzeige gestellt. Ein verärgerter Hotelier hält sich sogar die Möglichkeit offen, auf Schadensersatz zu klagen.

Freitag, 03.07.2020, 11:03 Uhr, Autor: Thomas Hack
Altstadt von Gütersloh

Der erneute Lockdown in Gütersloh führte zur ersten Strafanzeige seitens der Hoteliers. (©RWFOTO/stock.adobe.com)

Für den Kreis Gütersloh wurde aufgrund der zahlreichen Corona-Ansteckungen in der Fleischfabrik „Tönnies“ ein erneuter Lockdown verordnet – für das Gastgewerbe eine Katastrophe. Der Dehoga Ostwestfalen habe laut t-online.de daher Strafanzeige gestellt. Doch damit nicht genug: Andreas Kerkhoff, der Besitzer des Hotels und Restaurants „Appelbaum“ ließ dazu verlauten: „Wir wollen uns die Möglichkeit aufrechterhalten, auf Schadensersatz zu klagen, sobald die Ermittlungen den Schuldigen ausgemacht haben. Ich bin wirklich sehr sauer.“

„Kein Politiker kann mir erzählen, er habe das nicht gewusst!“

Für den Hotelier steht fest, dass die Schuld bei denjenigen zu suchen ist, die die Hygienevorschriften nicht eingehalten hätten. Aber auch mit den Polikern geht Kerkhoff dem Bericht zufolge ins Gericht: „Es gibt hier in der Nähe das Hotel Haus Müterthis. Darin wohnen circa 70 Werksarbeiter aus verschiedenen Unternehmen. Aber das Haus ist nicht so groß, dass dort auch wirklich 70 Personen komfortabel hineinpassen. Kein Politiker kann mir erzählen, er habe das nicht gewusst.“ Für Kerkhoff steht fest: Nun kann niemand mehr mit Sicherheit sagen, wann alles wieder normal sein wird. (t-online.de/TH)

 

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