Gerichtsurteile

Gastwirt gewinnt Prozess um „Corona-Schließung“

Ein weiterer Gastronom, dessen Versicherung nicht wegen der coronabedingten Schließung seines Restaurants zahlen wollte, hat gegen diese vor Gericht gewonnen.

Donnerstag, 22.10.2020, 12:52 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Richter in einem Gericht

Das Landgericht München gab einem weiteren Gastwirt recht, der gegen seine Versicherung geklagt hatte. (©tanasin/stock.adobe.com)

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen. Das Landgericht München I sprach der Gaststätte Emmeramsmühle am Donnerstag gut 427 000 Euro zu. Damit gab es der Klage des Wirts gegen die Haftpflichtkasse statt. Die Versicherung hatte sich geweigert zu zahlen. Das Gericht befand nun aber, dass die Klausel, mit der sie ihren Leistungsumfang einschränken wollte, intransparent und unwirksam sei.

88 Klagen alleine in München

Erst wenige Tage zuvor hatten sich der Wirt der bekannten Gaststätte Paulaner am Nockherberg und die Allianz bei einer ähnlichen Klage außergerichtlich geeinigt. In einem anderen Fall hat das Gericht bereits zugunsten eines weiteren Wirts entschieden. Alleine beim Landgericht München I sind bisher 88 Klagen zu Betriebsschließungsversicherungen eingegangen. (lby/TH)

 

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