Deutsche Politik

Erstes Rauchverbot in Außenbereichen geplant

Baden-Württemberg will als erstes deutsches Bundesland ein Rauchverbot in gastronomischen Außenbereichen zum Gesetz machen. Der Dehoga spricht dieser Tage von einem „Schlag ins Genick“ für zahlreiche Gastronomen. 

Mittwoch, 06.11.2019, 12:29 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine Frau mit Zigarette am Straßencafé

Gemütliches Rauchen am Straßencafé könnte bald der Vergangenheit angehören – zumindest in Baden-Württemberg. (© rh2010/stock.adobe.com/TH)

In Österreich trat am 1. November 2019 das strikte Rauchverbot in geschlossenen Restauranträumen in Kraft. Doch auch in Deutschland gehen die Debatten über den blauen Dunst in eine neue Runde – exemplarisch dieser Tage zu sehen in der baden-württembergischen Stadt Pforzheim, als Joachim Schönborn, Stv. Hauptgeschäftsführer des Dehoga-Landesverbandes bei einem Treffen der Kreisstelle Enzkreis Pforzheim über das drohende Rauchverbot in gastronomischen Außenbereichen sprach. Wie PZ-news berichtete, war der Hintergrund die vom Landessozialministerium geplante Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes, welche unter anderem ein Zigarettenverbot in Biergärten, Straßencafés und Restaurantterrassen beinhalte. Dem Zeitungsbericht zufolge nannte Schönborn das Vorhaben einen „Schlag ins Genick“ für zahlreiche Gastronomen.

Massive Schwierigkeiten für die gesamte Branche erwartet

Schönborn sehe massive Schwierigkeiten für die gesamte Branche des Gastgewerbes, sollte das erste deutsche Bundesland das Rauchverbot in gastronomischen Außenbereichen zum Gesetz machen. Der Dehoga-Vertreter stellte klar, dass er keineswegs den Zigarettenkonsum befürworte und die Raucher protegieren wolle, sondern seinen Fokus vielmehr bewusst auf diejenigen Gastwirte und Cafébetreiber richte, die bereits jetzt schon jede Menge Gelder aufgewendet hätten, um sich überhaupt an das bisher gültige Gesetz halten zu können. (pz-news.de/TH)

 

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