Rechtslage

Arbeitszeugnis: Chefs sind zur Wahrheit verpflichtet

Arbeitszeugnisse schreiben Chefs eher ungern. Sie kosten Zeit und halten von den wichtigen Arbeiten ab. Mit der Genauigkeit sollten es Gastro-Profis aber streng halten, denn wer seinen Mitarbeitern falsche Tätigkeiten im Zeugnis unterjubelt, der macht sich strafbar.

Mittwoch, 15.03.2017, 10:00 Uhr, Autor: Felix Lauther
Mann überreicht Arbeitszeugnis in Brief

Schummeln Chefs im Arbeitszeugnis für Ihre Mitarbeiter, können künftige Arbeitgeber dagegen Schadenersatzansprüche geltend machen. (© fovito / fotolia)

Gastronomen und Personalleiter in Hotels müssen bei der Erstellung eines Arbeitszeugnisses für den scheidenden Mitarbeiter immer von Tatsachen ausgehen. Wer dem Mitarbeiter Verhaltensweisen oder Tätigkeiten unterstellt, die nicht der Wahrheit entsprechen, macht sich gegenüber dem neuen Arbeitgeber seines Ex-Angestellten gegebenenfalls strafbar. Darauf weist Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht, hin. Das kann zum Beispiel sein, wenn im Arbeitszeugnis wahrheitswidrig steht, ein Mitarbeiter habe jahrelang als Koch gearbeitet. Beim neuen Arbeitgeber wird er dann an eben in diesem Bereich eingesetzt – wo er z. B. ein teures Küchengerät unsachgemäß bedient, was zum technischen Ausfall des Gerätes führt. In diesem Fall könnte der neue Arbeitgeber vom alten Arbeitgeber Schadenersatz verlangen. (dpa / FL)

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