Lockerungen

Wirtschaftsminister warnt vor „Jo-Jo-Effekt“

In weiten Teilen Brandenburgs sind Gastronomie und Kultur im Freien voraussichtlich ab Freitag wieder erlaubt. Das könnte einen „Jo-Jo-Effekt“ mit sich ziehen, befürchtet Wirtschaftsminister Jörg Steinbach.

Montag, 17.05.2021, 14:43 Uhr, Autor: Martina Kalus
Freunde essen zusammen

Weil die Corona-Zahlen sinken, gewinnt das Leben ab Freitag wieder ein Stück an Normalität. (Foto: © iStockphoto)

Ab Freitag sind voraussichtlich Gastronomie und Kultur im Freien in weiten Teilen Brandenburgs wieder erlaubt – weitergehende Öffnungen lehnt die Landesregierung jedoch ab. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte am Montag im RBB-Inforadio: „Es wird eine ganze Menge an Pfingsten möglich sein, was vor einiger Zeit noch völlig undenkbar gewesen ist.“ Man müsste aber stückweise öffnen, um nicht kurz darauf gezwungen zu sein, wieder zu schließen. Steinbach warnte vor einem „Jo-Jo-Effekt“.

Ein Stück Normalität

Weil die Corona-Zahlen sinken, gewinnt das Leben ab Freitag vor Pfingsten trotz Pandemie wieder ein Stück an Normalität. Bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 ist der Besuch von Gaststätten im Freien mit negativem Test und Termin, von Konzerten und Theater draußen mit Negativtest und bis zu 100 Leuten sowie das Übernachten in Ferienwohnungen, auf Campingplätzen und Charterbooten ab 21. Mai möglich. Doch das gilt nur, wenn die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen entsprechend gut verläuft.

Keine große Insolvenzwelle erwartet

Der Wirtschaftsminister erwartet keine große Insolvenzwelle im Gastgewerbe infolge der Pandemie. „Das kann eigentlich nicht mehr der Fall sein, weil seit Anfang des Jahres gelten deutlich verschärfte Regeln, was den Insolvenzaufschub betrifft“, sagte Steinbach. „Insofern wird sich die Zahl der Unternehmen, die wir durch die Pandemie verlieren, in Grenzen halten.“

 (dpa/MK)

 

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