Acrylamidverordnung

„Werden gegen neue EU-Bürokratie kämpfen“

Die Wirtschaftskammer Österreich kündigt Proteste für den Fall an, dass die neue Acrylamidverordnung zu Aufzeichnungspflichten oder gar Strafen führt.

Dienstag, 22.08.2017, 09:18 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Pommes Frites

Der Bräunungsgrad von Pommes frites könnte künftig zum Problem werden. (© Pixabay)

Die EU-Kommission hält am Plan fest, die kontrovers diskutierte Acrylamidverordnung zu verabschieden. Der Obmann des Fachverbands Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich, Mario Pulker, will das nicht kampflos hinnehmen: „„Viele Punkte der Verordnung geben die derzeitige Praxis wieder, das heißt, hier gibt es keine großen Umstellungen. Sollten aber neue Aufzeichnungspflichten oder sogar Strafen eingeführt werden, steigen wir auf die Barrikaden.“ Man habe daher bereits Kontakt zu den österreichischen Vertretern im EU-Parlament aufgenommen, um die Ratifizierung der Verordnung durch das EU-Parlament noch zu verhindern – „Wir lassen uns das sicher nicht gefallen!“

Die konkreten Verpflichtungen für den Gastronomiebetrieb umfassen vor allem die sachgerechte Lagerung und Zubereitung von betroffenen Produktgruppen. Künftig soll zum Beispiel in jeder Küche auch ein „Farbguide“ hängen, um zu starkes Bräunen von Pommes frites und Toastbrot zu verhindern. (CK)

 

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