Corona

Weihnachtsmarkt in Dresden entfällt, Chemnitz nur mit Einschränkungen

Finden Weihnachtsmärkte statt oder nicht? Auf diese Frage gab es aus Dresden jetzt zumindest schon mal eine Absage, Chemnitz hat ein umfangreiches Konzept vorgelegt. Das beinhaltet auch den Verzicht auf den „Schuss“ für Glühwein.

Montag, 21.09.2020, 15:16 Uhr, Autor: Kristina Presser
Striezelmarkt in Dresden

Ob der berühmte Striezelmarkt in Dresden stattfindet, ist noch unklar. (Foto: ©Jan Christopher Becke/stock.adobe.com)

In Dresden finden dieses Jahr weniger Weihnachtsmärkte statt. Die Veranstalter haben bereits den Markt an der Münzgasse, einer Seitenstraße der Frauenkirche, abgesagt. Auflagen wie Kontaktnachverfolgung und Einzäunung seien mit viel Aufwand verbunden und ließen sich kaum realisieren, sagte ein Sprecher. Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet. Wie es bei den großen Weihnachtsmärkten in Dresden aussehen wird, ist noch offen.

Auch in Chemnitz findet der Weihnachtsmarkt nicht wie gewohnt, sondern wegen der Corona-Regeln nur mit Einschränkungen statt. Eine große, zusammenhängende Fläche werde es nicht geben, teilte die Stadt jetzt mit. Stattdessen sind fünf verschiedene Areale in der Innenstadt vorgesehen. Die Stadt will den Händlern Hütten in unterschiedlichen Größen zur Verfügung stellen. Zudem soll der Zugang beschränkt werden. Das Gelände wird eingezäunt, Besucher müssen sich an den Zugangsstellen registrieren. Auch eine Anmeldemöglichkeit per App sei vorgesehen, hieß es.

Geöffnet hat der Markt, der normalerweise Tausende Besucher anlockt, bis 20.00 Uhr. Zudem dürfen Händler nur Glühwein „ohne Schuss“ ausschenken. Mit den Maßnahmen soll verhindert werden, dass wegen zu viel Alkohol Mindestabstände nicht eingehalten werden. Eine Maskenpflicht ist bisher nicht vorgesehen. Die Bergparade auf dem Weihnachtsmarkt fällt in diesem Jahr aus.

Sachsen hat in seiner aktuellen Corona-Schutzverordnung Weihnachtsmärkte mit mehr als 1.000 Besuchern grundsätzlich erlaubt – wenn ein Hygienekonzept vorliegt und die Kontakte nachverfolgt werden können. Das allerdings stellt zahlreiche Veranstalter vor große Herausforderungen. Die endgültige Entscheidung über die Durchführung liegt bei den Kommunen.
(dpa/sn/KP)

 

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