Schutzmaßnahmen

Vorerst keine Zertifikatspflicht in der Schweiz

Trotz hoher Corona-Neuinfektionszahlen will die Schweizer Regierung die Schutzmaßnahmen vorerst nicht verschärfen. Sollten die Krankenhauseinweisungen wieder zunehmen, dürfen nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete in Restaurants.

Mittwoch, 01.09.2021, 14:36 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Handy mit Covid-Zertifikat

Die Schweiz führt vorerst keine Zertifikatspflicht ein. (Foto: © yta – stock.adobe.com)

Der Schweizer Bundesrat wollte vorsorglich die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus verschärfen. Im Zentrum der Überlegungen stand die Ausweitung der Zertifikatspflicht. Nun hat die Regierung bekannt gegeben, dass Besuche in Restaurants vorerst doch nicht nur Geimpften, Genesenen und Getesteten vorbehalten sein sollen. „Die Zahl der Spitaleinweisungen von Corona-Patienten ist weiterhin hoch, hat in der letzten Woche aber nicht mehr zugenommen“, hieß es in einer Mitteilung.

Zertifikatspflicht kommt bei steigenden Krankenhauseinweisungen

Sollte die Zahl der Krankenhauseinweisungen allerdings steigen, behält sich der Bundesrat jedoch vor, die Zertifikatspflicht jederzeit einzuführen: „Dank der nun abgeschlossenen Konsultation, kann der Bundesrat rasch reagieren, sollte dies nötig werden“, so die Erklärung. „Er wird dabei eine Gesamtbeurteilung vornehmen, welche sowohl die Zahl der Hospitalisierungen und der Fallzahlen wie auch die Dynamik des Infektionsgeschehens berücksichtigt. Maßnahmenverschärfungen wirken sich erst nach zwei bis drei Wochen auf die Belegung in den Spitälern aus. Deshalb ist eine gute Organisation der Spitalkapazitäten durch die Kantone wichtig.“

Inzidenz über 200

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in der Schweiz zuletzt bei mehr als 200. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen laut Robert Koch-Institut am Mittwoch bei 75,7.

(Schweizer Eidgenossenschaft/dpa/NZ)

 

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