Fremdenverkehrspolitik

Tourismusverband fordert bessere Koordinierung durch Regierung

Beim Parlamentarischen Abend des DTV in Berlin machte der Deutsche Tourismusverband klar, dass die Tourismuspolitik zukünftig mehr Beachtung im politischen Alttag finden müsse.

Mittwoch, 15.02.2017, 11:50 Uhr, Autor: Markus Jergler
Bundestag mit Deutschland Flagge

Der Deutsche Tourismusverband erwartet mehr politische Unterstützung.

„Die Tourismuspolitik muss mehr in den Fokus der politischen Entscheidungen rücken. Wir können es uns nicht leisten, dass eine milliardenschwere Branche in der politischen Agenda auf Bundesebene nur unter „Sonstiges“ behandelt wird, mahnte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) im Hinblick auf die Bundestagswahl an. Wer denkt, dass die Übernachtungsrekorde in Deutschland Selbstläufer sind, erliegt einem Trugschluss. Die Bundesregierung ist mehr denn je gefordert, eine Strategie für den inländischen Tourismus zu formulieren, um das Reiseland Deutschland für die Zukunft zu rüsten. Dafür braucht es eine zielgerichtete Koordinierung aller tourismusrelevanten Themen. In vielen Ressorts fallen politische Entscheidungen mit Auswirkungen auf die Branche, die häufig erst au f den zweiten Blick erkennbar sind“, erklärte Meyer vor Bundespolitikern, Ministeriums- und Branchenvertretern.

Die Belange des Deutschlandtourismus dürfen weder zwischen den Bundesministerien noch im Geflecht zwischen Bund und Ländern zermahlen werden. Das gilt ganz besonders, wenn es um die Verbesserung der Infrastruktur geht, von umsteigefreien Fernverbindungen im Schienenverkehr über intakte Wasserstraßen bis zum Breitbandausbau. Denn eines der wichtigsten Pfunde für den Deutschlandtourismus im international härter werdenden Wettbewerb ist die gute Infrastruktur.“

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