Umweltbundesamt

Steuererhöhung auf Milch und Fleisch

Fleischtheke
Sieben Prozent Mehrwertsteuer musste bislang auf Tierprodukte wie Milch und Fleisch, wie auch auf die meisten anderen Grundnahrungsmittel, gezahlt werden. Damit soll nun Schluss sein.
Donnerstag, 05.01.2017, 13:40 Uhr, Autor: Markus Jergler

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Tierische Nahrungsmittel sollten künftig mit den regulären 19 Prozent besteuert werden. Im Gegenzug könnte der Staat die zusätzlichen entstehenden Steuereinnahmen von rund 5,2 Milliarden Euro verwenden, um den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von derzeit sieben Prozent noch weiter zu senken.“

Grundlage der Forderung ist ein neuer Bericht des Umweltbundesamtes („Umweltschädliche Subventionen in Deutschland“). Nach diesem Bericht ist die Landwirtschaft ein großer Verursacher von Treibhausgasen und trage maßgeblich zum Klimawandel bei. In Deutschland sei diese der Hauptverursacher der Methan- und Lachgasemissionen. So führt die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch zu rund 7 bis 28 Kilogramm Treibhausgas.

Die zusätzlichen Steuereinnahmen könnte man laut Präsidentin Krautzberger dazu nutzen, um pflanzliche Lebensmittel oder öffentliche Verkehrsmittel billiger zu machen. Dies käme nicht nur den Steuerzahlern zugute, sondern schone auch das Klima. (bild.de / MJ)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Zwei Gastronomen bei der Abrechnung
Iran-Deal
Iran-Deal

Einigung zwischen USA und Iran: Entspannung für das Gastgewerbe in Sicht?

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Das nährt die Hoffnung auf wirtschaftliche Entspannung – auch für Hotellerie und Gastronomie.
Restaurantteam bespricht am Tablet die Dienstplanung im Betrieb
Politik
Politik

Teilkrankschreibung: Chance oder Konflikt?

Ein aktueller Vorstoß des Gesundheitsministeriums stellt Hotels, Restaurants und Caterer vor neue Praxisfragen. Ärzte warnen vor zusätzlicher Bürokratie, offener Haftung und fehlender Kenntnis der realen Einsatzbedingungen. Für Küchen, Service, Rezeption und Housekeeping könnte das Modell damit schneller Abstimmungsbedarf als echte Entlastung schaffen.
Die Spitzenkandidatinnen und Kandidaten, sowie der Regierende Bürgermeister stehen bei der Podiumsdiskussion «Wahlcheck live 2026» der Dehoga zusammen: Steffen Krach (l-r, SPD), Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen), Kai Wegner (CDU), Elif Eralp (Die Linke) und Christoph Meyer (FDP).
Event-Politik
Event-Politik

Expo und Olympia als Chance für Berlins Gastgewerbe

Weltausstellung oder Sommerspiele: In der Hauptstadt wird die Debatte zur handfesten Wirtschaftsfrage. Hotellerie, Gastronomie und MICE blicken auf Auslastung, Reichweite, Infrastruktur und Nachnutzung. Denn Großformate wirken weit über wenige Eventwochen hinaus.
Dr. Marcel Klinge, Gerhard Bruder, Dr. Janina Jänsch, Homeira Amiri und Christa Stienen
Gastwelt-Summit
Gastwelt-Summit

Gastwelt fordert wettbewerbsfähige Standortpolitik und neue Wachstumsagenda

Sechs Millionen Jobs unter Druck: Beim Gastwelt-Summit in Berlin diskutierten rund 220 Unternehmer der Gastwelt mit Spitzenpolitikern über steuerliche Entlastungen, Bürokratieabbau und Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, Bärbel Bas (SPD), Bundesarbeitsministerin und Co-Bundesvorsitzende der SPD, sowie Lars Klingbeil (SPD), Bundesfinanzminister und Co-Bundesvorsitzender der SPD
Koalitionsausschuss
Koalitionsausschuss

1.000-Euro-Prämie gestoppt: Jetzt setzt die Koalition auf ein Reformpaket

Sechs Stunden haben die Spitzen von Union und SPD im Kanzleramt beraten. Ein Beschluss der letzten Sitzung wurde wieder abgeräumt. Dafür gibt es jetzt einen Fahrplan für die Reformen.
Bundesrat
Entlastungspaket
Entlastungspaket

Bundesrat stoppt 1.000-Euro-Prämie: Erleichterung für das Gastgewerbe?

Die geplante steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro ist vorerst gestoppt. Der Bundesrat verweigerte überraschend seine Zustimmung. Für viele Betriebe im Gastgewerbe dürfte das zunächst für Erleichterung sorgen – doch ganz vom Tisch ist die Prämie noch nicht. 
DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge, DZG-Aufsichtsratsmitglied Alexandra Wolframm, Tourismuskoordinator Dr. Christoph Ploß MdB, und DZG-Aufsichtsratschefin Homeira Amiri
Austausch
Austausch

DZG wirbt in Berlin für Anliegen der Gastwelt

Arbeitszeitflexibilisierung, KI-Offensive und neue Tourismusstrategie: Vertreter der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) waren zu Gast im Bundeswirtschaftsministerium und Deutschen Bundestag. Dort sprachen sie mit Spitzenpolitikern über wichtige Anliegen der Branche.
Arbeitsministerin Ulrike Scharf, Tourismusministerin Michaela Kaniber, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, „Dehoga Bayern“-Präsidentin Angela Inselkammer, Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Präsidiumsmitglied Ralf Barthelmes, Vizepräsident Thomas Förster, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Michaela Schmitz-Guggenbichler, Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie
Verbandstreffen
Verbandstreffen

GastroFrühling 2026: Dehoga Bayern fordert Entlastungen für die Branche

Etwa 2.500 Gäste des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern kamen beim GastroFrühling 2026 zusammen. Im Hippodrom-Festzelt auf der Münchner Theresienwiese standen vor allem Forderungen nach Entlastungen, weniger Bürokratie und besseren Rahmenbedingungen für die Branche im Mittelpunkt.
Gastronom bei der Abrechnung
Entlastungspaket
Entlastungspaket

Bundesregierung will 1.000-Euro-Prämie verlängern

Ursprünglich sollte sie nur für dieses Jahr gelten – nun will die Bundesregierung Arbeitgebern Zeit bis Ende Juni 2027 geben, um ihren Mitarbeitern 1.000 Euro Krisenprämie zu zahlen. Für das Gastgewerbe bleibt die Prämie jedoch umstritten – insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe.