Corona-Politik

Schutzmaßnahmen in Österreich verlängert

In Österreich wurden die Corona-Maßnahmen bis Ende September verlängert. Gleichzeitig ist eine Diskussion um Zutrittsbeschränkungen für Ungeimpfte entbrannt. Der Gegenvorschlag der Freiheitlichen Wirtschaft legt das 1G neu aus.

Donnerstag, 19.08.2021, 14:16 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Impfnachweis neben Kaffeetasse

Noch bis Ende September gilt in der österreichischen Gastronomie die 3G-Regel: geimpft, genesen oder getestet. (Foto: © Romain TALON-stock.adobe.com)

Österreich verlängert die bestehenden Corona-Regeln bis Ende September. Somit haben bis dahin nur Getestete, Geimpfte und Genesene Zutritt unter anderem zur Gastronomie und Tourismus- und Freizeiteinrichtungen. Da die Bestimmungen für Veranstaltungen aus rechtlichen Gründen nur um vier Wochen verlängert werden können, gelten hier die bisherigen Regeln zunächst bis 17. September.

Kommt die 1G-Regel?

Gleichzeitig ist eine Diskussion um die 1G-Regel entbrannt. Angestoßen hatte die Diskussion Peter Hacker, der zunächst Zutrittsverbote für Ungeimpfte in Freizeit- und Sportstätten forderte. Später bezog er denn Vorschlag nur noch auf Gastronomiebetriebe. Doch auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein spricht sich für die harte Gangart aus: „Ich glaube, dass vor einer zunehmend prekärer werdenden epidemiologischen Lage im Herbst wir über 1G reden müssen – und ich kann mir das im Oktober durchaus vorstellen“, so Gesundheitsminister im ORF.

Zutritt nur Getestet?

Kritik an dem Vorstoß lässt nicht lange auf sich warten: „Die offenbaren Intensionen, schon wieder der Gastronomie und Freizeitwirtschaft den Schwarzen Peter zuzuschieben und nur mehr Geimpfte reinlassen zu wollen, sind für die Bekämpfung von Infektionen völlig nutzlos“, stellt Nachtgastronomiesprecher der Freiheitlichen Wirtschaft Simon Schnell klar. Die einzige 1G-Regelung, die für eine Bekämpfung von Neuinfektionen Sinn machen würde, wäre ‚getestet‘. „Alle sollen testen – auch bzw. vor allem die Geimpften“, fordert Schnell. Dann könnten Gastronomie, Freizeitwirtschaft und alle anderen Branchen ohne Lockdown weiterarbeiten, Arbeitsplätze erhalten und Pleiten vermeiden.

(vienna.at/ORF/ots/NZ)

 

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