Beschluss

Schanigarten-Winteröffnung in Wien fix

Der Wiener Landtag hat die Öffnung der Schanigärten endgültig beschlossen, allerdings wurden gleichzeitig die Gebühren für das ganze Jahr deutlich erhöht. Entsprechend kam auch deutliche Kritik von Seiten der Wirtschaftskammer.

Mittwoch, 02.11.2016, 11:34 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Schanigarten

© Wikimedia/Johann Werfring

„Schön, dass unsere Wiener Gastronomen jetzt selbst entscheiden können, ob sie auch im Winter einen Schanigarten betreiben möchten. Allerdings ist die Freude der Branche deutlich getrübt. Ganzjährig erhöhte Gebühren, eine veränderte Tarifzonen-Einteilung sowie die Tatsache, dass die Tische und Sessel im Winter sofort nach Betriebsschluss des Schanigartens weggeräumt werden müssen, sorgen für berechtigten Unmut und Verärgerung bei den Kollegen“, ist Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien nur bedingt zufrieden. So landen etwa durch eine Veränderung der Tarifzonen Betriebe in der Reinprechtsdorfer Straße, der Praterstraße oder der Taborstraße plötzlich in der Zone 2 – was eine Verzehnfachung der Gebühren (von € 1,– auf € 10,– pro Quadratmeter und Monat) bedeutet.

Auch die Forderung der Stadt, dass die Sessel und Tische im Winter bereits mit Ende der Öffnungszeit der Schanigärten und nicht erst mit Ende der Betriebsöffnung weggeräumt werden müssen, sorgt für Unverständnis. „Wo sollen wir die Möbel – bei laufendem Betrieb – im Lokal verstauen? Müssen wir uns dann den Weg durch unsere Gäste bahnen? Abgesehen davon, dass der Stauraum in vielen Lokalen schlicht und einfach fehlt!“, so Erwin Scheiflinger, Obmann-Stellvertreter der Fachgruppe Gastronomie.

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